KARLSRUH KARLSRUHE/MAINZ/DPA - Bei einer Razzia sind am Sonntag in Mainz zwei mutmaßliche Mitglieder der Terror-Organisation El Kaida festgenommen worden. Dabei handelt es sich nach Angaben von Generalbundesanwalt Kay Nehm um einen 29-jährigen Iraker aus Mainz mit Kontakten zu El-Kaida-Chef Osama bin Laden und zu Ramzi Binalshibh, den mutmaßlichen Cheflogistiker der Anschläge vom 11. September. Er sollte in Deutschland „Märtyrer“ für den Irak rekrutieren sowie Geld und logistische Unterstützung beschaffen – darunter Nuklearmaterial. Er habe den zweiten Beschuldigten, einen 31 Jahre alten staatenlosen Palästinenser aus Bonn, im September des vergangenen Jahres für ein geplantes Selbstmordattentat im Irak gewonnen, sagte Nehm.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft stehen der 29-jährige Ibrahim Mohamed K. und der mit einer Deutschen verheiratete Medizinstudent Yasser Abu S. im dringenden Verdacht der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Anschläge in Deutschland seien aber nicht geplant gewesen, sagte Nehm.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler wollte Ibrahim Mohamed K. für die Terrororganisation 48 Gramm hoch angereichertes Uran aus Luxemburg beschaffen. Das Material stellte Nehm zufolge aber keine unmittelbare Gefährdung dar. Der 31-jährige Yasser Abu S. sollte in den nächsten Tagen nach Ägypten reisen, um über einen fingierten tödlichen Autounfall mehr als 800 000 Euro aus fünf auf ihn abgeschlossenen Lebensversicherungen zu erlangen. Das Geld aus dem Versicherungsbetrug sollte vornehmlich für den Dschihad Verwendung finden.

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