Berlin Als Antwort auf die Anti-Islam-Proteste der Pegida-Bewegung haben Migrationsforscher die Bundestagsparteien aufgefordert, gemeinsam ein neues Leitbild für Deutschland zu entwickeln. Darin müssten auch Zuwanderer als gleichberechtigte Mitbürger ihren Platz finden, forderte der Vorsitzende des Rats für Migration, Werner Schiffauer, am Montag in Berlin.

Eine fachlich und überparteilich besetzte Kommission sollte noch in dieser Legislaturperiode ein neues Leitbild entwickeln, hieß es. Diese Kommission könnte beispielsweise unter der Federführung der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), arbeiten.

„Es ist wichtig, dass wir den Begriff „Wir Deutsche“ neu definieren“, fügte Schiffauer hinzu. Außerdem müssten die Politiker den Menschen in Deutschland ehrlicherweise sagten, „dass Migration nur begrenzt steuerbar ist“.

Die Strategie der CSU, die jetzt wegen der Pegida-Bewegung versuche, den rechten Rand einzufangen, sei dagegen falsch, betonte Schiff­auer.

Auf die Frage, ob die Bewegung der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ nicht überbewertet werde, antwortete Schiffauer: „Nein, denn dieser Riss geht weit über Pegida hinaus, und er spaltet die Gesellschaft.“

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