Der Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst bleibt reich an überraschenden Volten und ungewöhnlichen Kapriolen. Ob vorzeitige Einigung in Hamburg, vom Arbeitgeber mit einem Monstrum an kaum handhabbaren Regelungen bezahlt, oder die häufig wiederholten Ankündigungen der Eskalation durch die Gewerkschaft: Dieser Ausstand lässt eine offenbar wachsende Zahl von Bürgerinnen und Bürger jahreszeitgemäß weitgehend kalt.

Kein Vergleich mit dem großen Tarifkonflikt zu Zeiten des ÖTV-Chefs Heinz Kluncker, dem im Februar 1974 drei Tage Müllnotstand reichten, um die Regierung Willy Brandts in die Knie zu zwingen. Auch der durch Nachfolgerin Monika Wulf-Mathies erzwungene Einstieg in die 35-Stunden-Woche erregte 1992 noch die Republik.

Und heute? Frank Bsirske auf der einen und Hartmut Möllring auf der anderen Seite wirken gleichermaßen unfähig, den entscheidenden Durchbruch zu erzielen. Das Angebot von Ministerpräsident Christian Wulff, den Konflikt zur Chefsache zu machen, könnte Bewegung in die erstarrten Fronten bringen. Doch zu welchem Preis?

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Lars Reckermann Chefredakteur / Chefredaktion
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