Brüssel /London /Den Haag /washington Der Westen wirft Moskau offiziell vor, hinter vielen Hackerangriffen der vergangenen Jahre zu stecken. Die USA klagten sieben Agenten des Militärgeheimdiensts GRU unter anderem wegen der Cyberattacke auf die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA an. Niederländische Behörden erwischten nach eigenen Angaben GRU-Agenten beim Versuch, sich ins Computernetz der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) zu hacken. Die britische Cyberabwehr rechnet dem GRU auch die Hackergruppe APT 28 zu, die hinter den Cyberattacken auf den Bundestag und das Datennetzwerk des Bundes vermutet wird.

Die Enthüllungen aus London, Den Haag und Washington sind die bisher schärfsten Anschuldigungen im Zusammenhang mit mutmaßlich russischen Hackerangriffen.

Politiker griffen am Rande des Nato-Treffens in Brüssel zu scharfen Worten. Generalsekretär Jens Stoltenberg verwies darauf, dass die Nato bereits seit einiger Zeit ihre Cyberfähigkeiten ausbaue. So einigten sich die Bündnispartner bereits 2017 auf den Aufbau eines Zentrums für Cyber-Operationen. Nach Großbritannien, den Niederlanden, Estland und Dänemark erklärten sich am Donnerstag auch die USA bereit, der Nato nationale Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen.

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