Bremen Das Teamwork klappt zumindest bei der Planung schon ganz gut. Die Grünen organisierten das erste Treffen am 12. Juni. Für das zweite sind am Dienstag die Linken zuständig – und am Freitag ist die SPD dran. Und dann ist schon Halbzeit der Verhandlungen über eine rot-grün-rote Regierung in Bremen. Alle stehen unter Zeitdruck. Die Untergruppen müssen schon erste Ergebnisse liefern. Den Start in die politische Woche bestimmt aber die CDU, die aus der Wahl am 26. Mai erstmals seit über 70 Jahren in Bremen als stärkste Kraft hervorging. Die künftig mit 24 Abgeordneten stärkste Fraktion im Landtag trifft sich am Montag zu ihrer konstituierenden Sitzung. Thomas Röwekamp will sich im Amt des Fraktionsvorsitzenden bestätigen lassen. Zudem nominiert die Fraktion einen Kandidaten fürs Amt des Bürgerschaftspräsidenten. Die Wahl dürfte auf den bisherigen Vize-Präsidenten Frank Imhoff fallen.

Aber schon ab Dienstag haben die rot-grün-roten Koalitionäre in spe das Wort. Die 42 Mitglieder der großen Koalitionsrunde verhandeln dann nach Angaben der Linkspartei über die Themen Wissenschaft, Medien, Gesundheit und Soziales, Religion und Kultur. Anders als bei der ersten Runde planen die Unterhändler diesmal einen ganzen Arbeitstag ein. Am Freitag dann lädt die SPD ein, um die Kapitel Agrar, Umwelt, Klimaschutz und Stadtentwicklung zu beackern. Dann stehen noch drei Runden aus. Der Vertrag soll bis 29. Juni ausgehandelt sein.

Schon am 3. Juli kommt die Bürgerschaft zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Dabei wird auch der neue Bürgerschaftspräsident gewählt. Wann der Senat – also die Landesregierung – gewählt wird, ist noch nicht sicher. Es könnte Mitte Juli werden.

Eigentlich ist das Land ab dem 4. Juli in den Sommerferien. Aber die SPD wird erst am 6. Juli auf einem Parteitag über den Entwurf eines Koalitionsvertrages entscheiden. Die Grünen und auch die Linken werden ebenfalls Sonderparteitage einberufen, die Linkspartei wird den Entwurf sogar einem Mitgliederentscheid unterziehen.

Neben den Koalitionsverhandlungen läuft ein zweiter Prozess: Die Aufarbeitung der bitteren Wahlniederlage in der Bremer SPD. 24,93 Prozent war das historisch schlechteste Ergebnis an der Weser. Bürgermeister Carsten Sieling will trotzdem weitermachen.

Aber es grummelt. Der SPD-Wirtschaftssenator Martin Günthner erklärte seinen Rückzug aus der Regierung. In der von 30 auf 23 Abgeordnete geschrumpften SPD-Fraktion will Günthner nun Vize werden. Dem Fraktionsvorsitzenden Björn Tschöpe macht der Abgeordnete und bisherige Bürgermeister von Weyhe (Kreis Diepholz), Andreas Bovenschulte, das Amt streitig. Darüber wird am 24. Juni entschieden werden.

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