Bremen Mit Sitzblockaden am Bremer Rathaus haben Klimademonstranten den Beginn der 476. Schaffermahlzeit durcheinandergebracht. Sie protestierten gegen den diesjährigen Ehrengast, Bundeswirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier (CDU), und die ihrer Ansicht nach ungenügende Klimapolitik der Bundesregierung.

Durch die Blockade drohte das minutiöse Protokoll des Traditionsmahls mit fünf Essensgängen und zwölf Reden ins Wanken zu geraten. Die Schaffermahlzeit geht auf das Jahr 1545 zurück und gilt als eines der ältesten Bruder- oder Freundschaftsmahle der Welt.

Am Haupteingang zum historischen Rathaus begann die Auseinandersetzung zunächst als Sängerwettstreit: ein Shantychor gegen die Klima-Sprechchöre der Schülerinnen und Schüler. Hitzig wurde es, als ein Shantysänger die Demonstranten anzugehen versuchte.

Schließlich steckten Altmaier, der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) und die anderen 300 Gäste vor der Rathaustür fest. Die Polizei sicherte schließlich den Zugang durch eine andere Tür; das Schaffermahl konnte mit leichter Verspätung beginnen. Es seien keinerlei Zwangsmaßnahmen angewendet worden, sagte ein Sprecher der Polizei.

Drinnen sprach sich Altmaier, der sich vorab ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte, für einen Ausbau der Windkraft aus, die für Bremen und vor allem für die Seestadt Bremerhaven wirtschaftlich wichtig ist. „Wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, brauchen wir mehr erneuerbare Energie“, sagte er vor dem Essen.

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