Für Berliner Verhältnisse ist Michael Steiner schon ewig weg. Aber der amtierende deutsche Botschafter in Rom, der jetzt neuer Afghanistan-Beauftragter der Bundesregierung wird, ist in der Hauptstadt immer noch sehr bekannt. Das liegt daran, dass der 60- jährige Diplomat im Laufe seiner Karriere schon mehrere herausragende Posten innehatte. Aber er ruinierte seinen Ruf im November 2001 in der „Kaviar-Affäre“. Steiner war damals außenpolitischer Berater von SPD-Kanzler Gerhard Schröder. Auf dem Rückflug von einer Asien-Reise dauerte ein Zwischenstopp in Moskau länger als geplant. Steiner verlangte Kaviar, bekam keinen und beschimpfte daraufhin einen Oberfeldwebel. Sein Rücktritt war die Folge. Darüber wird leicht vergessen, dass der gebürtige Münchner davor und danach ausgezeichnete Arbeit leistete. Der gelernte Völkerrechtler kam 1981 zum Auswärtigen Dienst.

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