Berlin /Upjever /Barßel Keiner der in Mali verletzten Bundeswehrsoldaten muss mehr intensivmedizinisch behandelt werden. Der letzte der drei Schwerverletzten sei aus der Intensivstation entlassen worden, erklärte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin. Die Leichtverletzten können in den nächsten Tagen vielleicht schon zu ihren Familien zurückkehren.

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Patrouille waren am Freitag nordöstlich der Stadt Gao in Norden des westafrikanischen Krisenstaates 13 Soldaten der UN-Stabilisierungsmission Minusma verletzt worden, davon zwölf aus Deutschland und einer aus Belgien. Unter den verletzen Deutschen waren nach Angaben der Vareler Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller (SPD) vom Mittwoch auch vier Soldaten des Objektschutzregiment der Luftwaffe „Friesland“ aus Upjever. Einer davon, ein 27-Jähriger aus Barßel (Kreis Cloppenburg), war schwer verletzt worden, hatte dessen Vater am Dienstag gegenüber unserer Zeitung bestätigt.

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Bisher hat sich keine Gruppierung zu dem Anschlag bekannt. Nach Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden steckt dahinter wahrscheinlich eine Gruppierung aus dem Umfeld der Terrororganisation Al-Kaida.

Die Mission Minusma, an der die Bundeswehr mit bis zu 1100 Soldaten beteiligt ist, gilt mit fast 250 Todesopfern als der derzeit gefährlichste Einsatz der Vereinten Nationen. Der Bundeswehreinsatz ist umstritten: Oppositionspolitiker und Experten monieren, dass er nicht zu einer Verbesserung der Sicherheitslage beitrage.

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