Berlin Jürgen Resch schlägt zurück. Der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) reagiert auf die Angriffe aus den Reihen der Christdemokraten auf seine Organisation. Der Teil der CDU, der jetzt besonders hart gegen die Umwelthilfe vorgehen wolle, „ist der politische Arm der Automobilindustrie“, teilt er mächtig aus und wettert gegen die „Christliche Diesel Union“.

Der Streit zwischen DUH und der Union eskaliert. Die CDU hatte auf ihrem Bundesparteitag beschlossen, darauf hinzuwirken, dem Verein seine Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Die DUH solle keine Mittel mehr aus dem Bundeshaushalt bekommen. Die Organisation hat mit ihren Klagen mit dafür gesorgt, dass es in mehreren deutschen Städten Fahrverbote für bestimmte Dieselfahrzeuge geben wird. Kritiker zweifeln an der Unabhängigkeit der DUH.

Der DUH-Geschäftsführer wirft hingegen der CDU vor, von der Autoindustrie gesteuert zu werden. So stamme der Antrag auf Entzug der Gemeinnützigkeit ausgerechnet vom CDU-Bezirksverband Nordwürttemberg. Dessen stimmberechtigter Ehrenvorsitzender sei Matthias Wissmann, der lange Jahre an der Spitze des Verbandes der deutschen Automobilindustrie gestanden habe.

Unterdessen erneuerte Resch die Forderung nach einem Tempolimit, sprach sich für 120 Stundenkilometer auf Autobahnen und 80 Stundenkilometer auf Landstraßen aus. So könnten rund fünf Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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