Berlin Die Bezüge der Rentner in Deutschland unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland im Durchschnitt erheblich. Deutlich ist auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, dass die Rentenhöhen in Ostdeutschland im Schnitt geringer sind, wie eine Übersicht der Deutschen Rentenversicherung zeigt.

Am höchsten sind die Renten im Schnitt im Saarland mit 1545 Euro brutto im Monat nach 35 Versicherungsjahren. Es folgt Nordrhein-Westfalen mit 1522 Euro. „Hier arbeiteten viele Männer früher in gut bezahlten Jobs im Bergbau und erhalten heute daraus vergleichsweise hohe Renten“, so die Rentenversicherung in ihrem neuen Rentenatlas 2020. Diese Stellen in Nordrhein-Westfalen wurden allerdings in den vergangenen Jahrzehnten stark abgebaut, seit Ende 2018 ist der Steinkohlenbergbau in Deutschland endgültig eingestellt.

Am Ende stehen die Rentner in Thüringen mit im Schnitt 1292 Euro, in Sachsen-Anhalt mit 1299, in Mecklenburg-Vorpommern mit 1306 und in Sachsen mit 1309 Euro. 1413 beträgt die durchschnittliche Bruttorente bundesweit.

Weniger Rente für Frauen

Die Bezüge der Rentner in Niedersachsen und Bremen liegen im Bundesländervergleich im Mittelfeld, aber über dem bundesweiten Durchschnitt. In Niedersachsen erhalten die Rentner im Schnitt 1423 Euro brutto im Monat nach 35 Versicherungsjahren, in Bremen sind es mit 1421 nur zwei Euro weniger.

In allen Bundesländern kommen die Frauen im Schnitt auf weniger Rente, doch ist der Unterschied im Osten Deutschlands deutlich kleiner. Als wichtigsten Grund nennt die Rentenversicherung: „Frauen im Osten waren weniger teilzeitbeschäftigt.“

Ein Sprecher der Rentenversicherung betonte, dass die durchschnittlichen Altersrenten nach mindestens 35 Versicherungsjahren im Osten in den vergangenen fünf Jahren um rund 19 Prozent auf 1320 Euro gestiegen seien – im Westen um rund 14 Prozent auf 1457 Euro. Stärkere jährliche Rentenerhöhungen wegen der positiven Lohnentwicklung im Osten seien der Hauptgrund.

Anstieg um 4,20 Prozent

So waren in diesem Jahr die Altersbezüge in den westdeutschen Bundesländern um 3,45 Prozent, in Ostdeutschland um 4,20 Prozent nach oben gegangen. In den kommenden Jahren soll die Ost-West-Angleichung bei der Rente nach gesetzlichen Vorgaben weitergehen.

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