Berlin Gut ein Jahr nach der Einführung des „Pflege-Bahr“ erleben die staatlich geförderten Zusatzversicherungen enormen Zulauf. Bis Ende Januar schlossen mehr als 400 000 Bürger solche Policen ab, wie ein Sprecher des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) in Berlin sagte. Benannt wurde die Versicherung nach dem ehemaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), in dessen Amtszeit sie 2013 eingeführt worden war.

Nach einer vorhergehenden Abfrage des PKV-Verbands bei den Unternehmen hatte es am 31. Oktober 332 600 Policen gegeben. Die Förderung beträgt fünf Euro pro Monat, wenn der Versicherte mindestens zehn Euro selbst zahlt. Nach schleppendem Start vor gut einem Jahr wurden laut Verband Ende 2013 weit über 1000 solche Versicherungen pro Arbeitstag abgeschlossen. PKV-Verbandsvorsitzender Uwe Laue rechnet damit, dass die geförderte Pflegezusatzversicherung in diesem Jahr „die stolze Marke von einer Million Verträgen erreichen kann“.

Verbraucherverbände hatten gewarnt, dass die Beiträge in den Tarifen später zu steigen drohten. Denn viele ältere Kunden mit hohem Risiko seien hier versammelt. Der Pflegebeitragssatz soll bereits nach den bisherigen Plänen von 2,05 Prozent (Kinderlose: 2,3 Prozent) zum 1.1.2015 um 0,3 Punkte steigen. 0,2 sollen später für stärkere Einbeziehung vor allem Demenzkranker dazukommen. Laut Experten könnten in rund 15 Jahren 3,4 Millionen Menschen pflegebedürftig sein – rund 1 Million mehr als heute.

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