Aufruf: Nicht wählen!
Präsident des Katholiken-Komitees ZdK: AfD ist rechtsradikal

Bild: dpa-infocom GmbH
Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Rolf VennenberndBild: dpa-infocom GmbH
Keine Freiartikel mehr in diesem Monat.

Bereits NWZ-Abonnent?

Jetzt anmelden

Noch nicht registriert?

Als Abonnent der Nordwest-Zeitung und des NWZ-ePapers haben Sie den vollen Zugriff nach einmaliger Freischaltung bereits inklusive!

Zugang freischalten

Noch nicht registriert?

Als Abonnent der Nordwest-Zeitung und des NWZ-ePapers haben Sie den vollen Zugriff nach einmaliger Freischaltung bereits inklusive!

Zugang freischalten

Osnabrück (dpa) - Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, bewertet die AfD als offen rechtsradikal und ruft dazu auf, sie nicht zu wählen.

Vor den anstehenden Landtagswahlen in Bayern und Hessen sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag): "Ich rufe zum übergreifenden Widerstand aller freiheitlich-demokratischen Kräfte auf. Es muss unmissverständlich deutlich werden: So etwas geht in diesem Land nicht, so etwas wählen wir nicht, so etwas wollen wir nicht."

Sternberg sprach von "Parallelen zum Nationalsozialismus". Parteichef Alexander Gauland "bedient eine rechtsradikale Klientel und führt eine rechtsradikale Partei", sagte er.

Mit Blick auf die Proteste nach dem Totschlag von Chemnitz sagte der ZdK-Präsident aber auch: "Man sollte nicht so tun, als sei das alles dumpfer Nationalismus." So sei zu prüfen, warum sich manche Menschen abgehängt fühlten, dabei sei auch die Sozialpolitik in den Blick zu nehmen. "Ich glaube aber, dass ein demokratischer Staat das in den Griff bekommen kann", sagte Sternberg.

Er sprach sich zugleich gegen eine unbegrenzte Zuwanderung nach Deutschland aus. "Selbstverständlich hat die Zuwanderung in einen Staat wirtschaftlich, sozial und gesellschaftlich bedingte Grenzen. Diese Grenzen auszuloten, gerade auch, um den Schutzbedürftigen den erforderlichen Schutz geben zu können, ist eine gewaltige gesamtgesellschaftliche Herausforderung", sagte der ZdK-Präsident. Er warnte aber davor, Zuwanderung zu dämonisieren und zur alleinigen Ursache aller politischen und gesellschaftlichen Probleme zu stilisieren.

Das könnte Sie auch interessieren