Hannover /Hildesheim Die Moschee in der Hildesheimer Nordstadt – ein Zentrum für Terrorplanungen, eine Kaderschmiede für angehende IS-Terroristen? Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) nennt das jetzt verhängte Verbot gegen den radikal-islamistischen Verein „Deutschsprachiger Islamkreis Hildesheim“ (DIK) einen „wichtigen und harten Schlag gegen einen Hotspot für Extremisten“. Dieses Netzwerk habe „schwerste Verbrechen in Syrien, Irak und hierzulande“ geplant, sagt er am Dienstag vor Journalisten. Dabei seien „Anschläge auf unzählige Menschen“ auch „hier in Niedersachsen, in ganz Deutschland“ vorbereitet worden.

Niedersachsens Polizeichef Uwe Binias bestätigt „Anschlagsplanungen im Auftrag des IS“. Auch der Berliner Attentäter Anis Amri „war in Hildesheim“, betont Niedersachsens Verfassungsschutz-Präsidentin Maren Brandenburger.

Hass-Prediger wie der mittlerweile inhaftierte Abu Walaa stachelten in den vergangenen Jahren hier Muslime gezielt auf mit dem Ziel, „in das Kriegsgebiet nach Syrien beziehungsweise in den Irak auszureisen und sich dem sogenannten Islamischen Staat anzuschließen“, sagt Pistorius. Zum „harten Kern“ gewaltbereiter Islamisten gehören „rund 50 Personen“.

Am Dienstag in den frühen Morgenstunden durchsuchten mehr als 400 Sicherheitskräfte und ein Spezialeinsatzkommando die Vereins-Moschee in der Martin-Luther-Straße, sowie neun Wohnungen in Hildesheim und eine in Bad Salzdetfurth. Dabei wurden Waffen gefunden und zahlreiche Unterlagen sichergestellt. Das Vereinsvermögen wurde beschlagnahmt.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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