Das heftigste Blitzlichtgewitter beim Bundespresseball könnte eine Frau auf sich ziehen. Liebling der Fotografen wird aber nicht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sein, die erneut absagte, sondern voraussichtlich TV-Moderatorin Anne Will, die mit ihrer Freundin Miriam Meckel in dieser Woche die Titelseiten der bunten Blätter schmückte. Neben Merkel bleiben an diesem Freitag auch die Hauptvertreter der SPD, Parteichef Kurt Beck und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier, dem Ball fern, der traditionell von Bundespräsident Horst Köhler eröffnet wird. Zugesagt haben die Minister Thomas de Maizière (CDU), Michael Glos (CSU), Ulla Schmidt, Wolfgang Tiefensee und Brigitte Zypries (alle SPD).

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) wurde schon im Elternhaus zum Sparen erzogen. Sein Taschengeld habe er „unverschämt“ niedrig gefunden, gab Steinbrück in dieser Woche preis. Mit 14 Jahren habe er angefangen, Jobs anzunehmen, und zwar „nicht nur in den Ferien“. So habe er als Parkwächter am Fischmarkt und auf dem Bau gearbeitet. Mit 16 Jahren wünschte er sich nichts sehnlicher, als ein Tonbandgerät zu besitzen. Seine Eltern meinten, dass er sich das Geld dafür selber verdienen sollte.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte jüngst ein besonderes Déjà-vu-Erlebnis. Als er für einen Vortrag zu einer Gruppe niedersächsischer Journalisten in einen Konferenzsaal des Bundestages stieß, nahm er mit Wonne an der Stirnseite des Tisches Platz. Dort lassen sich sonst Ausschussvorsitzende nieder. „Tut gut, mal hier zu sitzen“, meinte er schelmisch. In jenem Raum hatte in den Vormonaten der BND-Untersuchungsausschuss getagt. Und der hatte ihn als Zeugen in die Mangel genommen.

Dagmar Wöhrl (CSU), Koordinatorin der Bundesregierung für maritime Wirtschaft, weiß jetzt, warum auf deutschen Schiffen Besatzungsmitglieder aus Bayern so beliebt sind. „Bayern können nicht schwimmen und gehen deshalb immer als letzte von Bord“, gab sie einen Witz wieder. Die Nürnbergerin kann darüber aber nur bedingt lachen.

Olaf Reichert

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