Amberg Nach den mutmaßlichen Prügelattacken junger Asylbewerber auf Passanten in Amberg hat der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) selbsternannte Bürgerwehren verurteilt. Im Bayerischen Rundfunk sagte er am Donnerstag: „Wir brauchen keine Neonazis für die Sicherheit in unserem Land.“ Sollten sich doch solche Gruppen formieren, werde man versuchen, dies zu unterbinden. Die Polizeipräsenz in der oberpfälzischen Stadt werde bald verstärkt. Bislang gebe es aber keine Hinweise auf Bürgerwehren.

Dem Innenminister zufolge ist bei einem der mutmaßlichen Schläger das Asylverfahren negativ beendet worden, so dass die Rückführung in das Heimatland eingeleitet werden kann. Bei den anderen Verdächtigen seien die Asylverfahren noch offen. Sollten die Asylbewerber wegen der Prügelattacke zu Haftstrafen verurteilt werden, „ist es auf jeden Fall ein Grund, den Aufenthalt noch rascher zu beenden“, sagte Herrmann. Gäbe es einen Abschiebeschutz, müsste dieser widerrufen werden.

Vier junge Männer aus Afghanistan und dem Iran sollen den Behörden zufolge am Samstagabend in Amberg zwölf Passanten attackiert und verletzt haben – anscheinend wahllos. Die Asylsuchenden sitzen in Untersuchungshaft, vor allem wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung.

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