BERLIN Schärfere Regeln für die Tierhaltung und ein Verbot für neue Hühnerkäfig-Anlagen: Die Bundesregierung will mit einem umfassenden Paket den Tierschutz stärken. „Was jetzt auf dem Tisch liegt, sind erste Eckpunkte“, sagte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) der Zeitung „Die Welt“. „Vieles davon kann schnell in die Umsetzung gehen.“ Noch in diesem Jahr könnte es ein Verbot für den Neubau von Käfiganlagen für Hühner geben. Ziel ist es, künftig nur noch Boden-, Freiland- und Ökohaltung zu genehmigen. Allerdings sind in der Vergangenheit wiederholt Anläufe gescheitert, das Einpferchen von Hühnern zu verbieten.

Zudem plant Aigner ein neues Tierschutzlabel ähnlich dem Bio-Siegel, mit dem für die Verbraucher transparent gemacht wird, wie die Tiere gehalten wurden. Weitere geplante Maßnahmen seien ein Verbot der Brandzeichen für Pferde, ein Verbot der Ferkelkastration ohne Betäubung, schärfere Haltungsregeln für Mastkaninchen und strengere Regeln für die Wildtierhaltung zum Beispiel in Zoos oder Gehegen.

Aigners Sprecher betonte, dass möglichst viele Teile des „Tierschutzpakets“ noch 2011 beschlossen werden sollen. „Es werden aber sicher noch weitere Punkte hinzukommen“, versprach er.

Der Grünen-Fraktionschef im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, begrüßte das Vorhaben Aigners. „Das wäre ein mutiger Schritt“, sagte Wenzel. Tierschutzbund-Präsident Wolfgang Apel lobte ebenfalls Aigners Überlegungen. Es gelte aber, sie an Taten zu messen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.