Berlin Mit einem internationalen Aufruf haben mehr als 550 prominente Autoren aus der ganzen Welt ein Ende von Massenüberwachung durch Regierungen und Unternehmen gefordert. „Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei; und eine Gesellschaft unter ständiger Beobachtung ist keine Demokratie mehr“, heißt es in dem Appell, der am Dienstag in mehr als 30 Zeitungen erschienen ist.

Zu den Unterzeichnern gehören auch die fünf Literaturnobelpreisträger Günter Grass, Elfriede Jelinek, J.M. Coetzee, Tomas Tranströmer und Orhan Pamuk. Daneben sind namhafte Autoren wie Umberto Eco, Don DeLillo, Daniel Kehlmann, Henning Mankell, Richard Ford, David Grossman, Paul Auster oder T.C. Boyle vertreten.

Bürger sollten mitentscheiden dürfen, welche Daten über sie gesammelt, gespeichert und verarbeitet werden, erklärten die Initiatoren. In einer internationalen Konvention sollten die Vereinten Nationen die digitalen Rechte festschreiben.

Die Autoren rufen die Bürger auf, ihre Rechte zu verteidigen. „Massenhafte Überwachung behandelt jeden einzelnen Bürger als Verdächtigen“ und hebele so die Unschuldsvermutung aus.

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