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Rastede Ein schlichter Holzbalken trennt Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich, einige Umkleidekabinen aus Holz und ein kleines Häuschen für den Bademeister stehen unweit des Beckens. So sah Rastedes erste Badeanstalt aus, die vor fast 100 Jahren entstand.

Heute gibt es ganz andere Ansprüche an ein modernes Schwimmbad. Deshalb wird schon seit längerem über die Zukunft der sanierungsbedürftigen Bäder in Rastede diskutiert. Ein Arbeitskreis, dem Vertreter von Vereinen, Schulen, Politik und Verwaltung angehören, erarbeitet gerade eine Empfehlung, die dann in den politischen Gremien beraten werden soll.

Das Buch

Einige Exemplare des dritten Bandes aus der Reihe „Rasteder Rückblicke“ von Charlotte Uhlhorn sind noch erhältlich. Auf mehr als 170 Seiten widmet sich die Autorin mit mehr als 250 Fotos den alten Ortsstraßen in Rastede. Auch die Geschichte der alten Badeanstalt wird darin ausführlich erzählt. Das Buch kann telefonisch bestellt werden unter Telefon  0 44 02/8 24 38.

Die Tendenz nach der ersten Sitzung: An den Standorten von Freibad und Hallenbad soll nicht gerüttelt werden. Ende Oktober will sich der Kreis nun Eindrücke in anderen Bädern holen. In einer weiteren Sitzung soll danach das weitere Vorgehen besprochen werden.

Da es mit ein paar Holzverschlägen heute nicht mehr getan ist, wird die Sanierung der Bäder gut ins Geld gehen und mehrere Millionen Euro kosten. Vor 100 Jahren war so etwas freilich noch unkomplizierter. Das ist dem Buch „Rasteder Rückblicke“ zu entnehmen. In Band 3 widmet sich Autorin Charlotte Uhlhorn unter anderem dem Entstehen der alten Badeanstalt.

Anfang der 1920er Jahre äußerten demnach immer mehr Rasteder den Wunsch nach einer Badeanstalt, so die damals gängige Bezeichnung. Daraus resultierte 1921 die Gründung eines Badevereins. Es wurde Geld gesammelt und etliche Handwerker erklärten sich bereit, freiwillig beim Bau mitzuhelfen.

Der Großherzog stellte an der Mühlenstraße ein Grundstück zur Verfügung. Dieses lag nahe der Hankhauser Bäke, die stets ausreichend Wasser führte, wie Charlotte Uhlhorn schildert. Aus heutiger Sicht betrachtet lag diese erste Badeanstalt etwa dort, wo sich der Parkplatz an der Ecke Eichendorffstraße/Mühlenstraße befindet.

Diese Badeanstalt existierte bis kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Zum Schluss sei alles stark verfallen gewesen, schreibt Charlotte Uhlhorn. Die Rasteder radelten deshalb im Sommer nach Hahn-Lehmden wo eine alte Kieskuhle als Schwimmbad hergerichtet worden war. In Nethen entstanden damals ebenfalls Badeseen, später auch in Mollberg.

Die Gemeinde Rastede griff in den 1950er Jahren die alten Wünsche der Bürger auf und baute eine neue Badeanstalt. Sie lag dort, wo sich auch heute das Freibad befindet. Kurz vor der Einweihung im September 1951 schrieb die NWZ: „Der Erbgroßherzog schuf mit der Hergabe des Geländes die erste und wichtigste Voraussetzung für das Zustandekommen dieses einzigartigen Projektes.“

Auf dem Gelände entstand seinerzeit nicht nur das Freibad. Auch eine Jugendherberge und der Sportplatz mit Umkleideräumen wurden damals gebaut. „Ein Paradies für die Jugend“ lautete 1951 die Überschrift in der NWZ.

Dass der Erbgroßherzog das Gelände seinerzeit für diesen Zweck zur Verfügung stellte, kommentierte die NWZ ein Jahr später in einem Artikel so: „Eine Tat, die heute bei weitem noch nicht in ihrer vollen Bedeutung für die Entwicklung Rastedes abzuschätzen ist.“

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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