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Oldenburg Dramatik pur in der Schlussphase: Noch drei Sekunden auf der Uhr, Bambergs Assem Marei steht an der Freiwurflinie. Den ersten Wurf hatte der Center nicht getroffen. Der Rückstand auf die EWE Baskets Oldenburg beträgt damit weiterhin drei Punkte. Auch den zweiten Versuch verwirft der Ägypter – absichtlich. Damit sein Team noch die Chance auf einen Dreipunktewurf hat.

Doch Oldenburgs Rasid Mahalbasic schnappt sich den freien Ball, tippt ihn in Richtung Seitenauslinie, sprintet hinterher, springt ab und schlägt den Ball in der Luft auf die Ränge der mit 5703 Zuschauern besetzten großen Arena. Das Spiel ist vorbei. Die Baskets gewinnen die Begegnung in der Basketball-Bundesliga gegen Brose Bamberg mit 71:68 (42:32). Allerdings legen die Gäste sofort Protest ein. Was war passiert?

Der Grund für den Protest war die letzte Szene des Spiels. Beim Versuch, den Ball zu sichern und damit die Zeit herunter laufen zu lassen, soll Baskets-Center Mahalbasic die Seitenauslinie berührt haben. Damit hätte der Österreicher das Spielfeld verlassen und wäre im Aus gewesen. Die Zeit hätte angehalten werden müssen und Bamberg wäre in Ballbesitz – bei noch 1,6 Sekunden auf der Uhr. Denn die Regel besagt: Wenn der Ball oder der ballführende Spieler – in diesem Fall eben Malhalbasic – den Boden auf oder außerhalb der Auslinie betritt, entscheiden die Schiedsrichter auf Aus und die Zeit stoppt.

Doch die Referees ließen die Partie weiterlaufen, die Zeit tickte herunter. Denn diese Szene unterlag der Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter, da kein Pfiff erfolgte. Das erkannte wohl auch Bamberg. Denn auf NWZ-Nachfrage teilte die Basketball-Bundesliga (BBL) mit, dass die Franken ihren Protest bis Montag 12 Uhr schriftlich bei der BBL in Köln hätten einreichen müssen. Dies sei allerdings nicht passiert.

Die Oldenburger fügten den Bambergern am Sonntag in einer punktearmen, aber hart umkämpften Partie so die erste Auswärtsniederlage in dieser Saison zu. Dass sich die Partie erst im Schlussviertel entscheiden wird, zeichnete sich schon früh ab.

„Von Beginn an war es ein sehr intensives Spiel. Beide Teams hatten Höhen und Tiefen“, sagte Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic: „Unser Tief haben wir in der zweiten Halbzeit erlebt. Defensiv haben wir nicht so gespielt, wie wir wollten.“

Zwar erwischten die Gäste zunächst den besseren Start (8:2/4. Minute), doch die Baskets antworteten postwendend und gingen schließlich mit einer knappen Drei-Punkte-Führung in die Viertelpause (19:16). Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Erst Mitte des zweiten Viertels erspielte sich Oldenburg einen kleinen Vorsprung, den die Baskets bis zur Halbzeit auf zehn Punkte ausbauten (42:32).

Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Bamberg wieder heran, doch Rickey Paulding (20 Punkte) hielt die Franken auf Abstand. Im vierten Viertel war es der bis dato noch unauffällig agierende Braydon Hobbs (10), der Oldenburg mit zwei Dreiern auf die Siegerstraße brachte – auch wenn es in den Schlusssekunden noch einmal eng wurde.

„Der Sieg war sehr wichtig für uns und ich freue mich riesig für die Jungs. Wenn wir ein Top-Team sein wollen, dann müssen wir konstanter spielen. Für uns heißt es jetzt: analysieren und beim nächsten Mal cleverer sein.“ Nun haben die Baskets erneut eine Woche Pause. Erst an diesem Sonntag (18 Uhr) empfangen die Oldenburger RP Ulm.

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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