Südbrookmerland Vier Südbrookmerlander haben in 200 Arbeitsstunden einen ehemaligen Notarztwagen zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaut, damit eine afrikanische Feuerwehr ihren Dienst antreten kann. Gegenwärtig sei die Feuerwache in Karagwe in Tansania durch einen nicht behebbaren Motorschaden ihres Löschfahrzeugs extrem in ihrer Arbeit eingeschränkt. Der neue Wagen soll die Einsatzfähigkeit der afrikanischen Feuerwehr erhalten. „Das kann nun durch das Fahrzeug aus Deutschland geschafft werden“, erklärte Manuel Goldenstein, Sprecher für den Kreisfeuerwehrverband Aurich.

Der Umbau durch Christoph Ecker, Andreas van Echten sowie Stefan Fisser und Michael Breitkopf erfolgte ehrenamtlich. Angeschafft wurde das Fahrzeug für 7000 Euro von der European Fire & Rescue Support Association, die für solche Hilfe verantwortlich zeichnet.

Christoph Ecker hatte den Wagen zunächst aus Hamburg abgeholt und nach Südbrookmerland überführt. Dann begann die Arbeit: Das ehemalige Fahrzeug hatte zuvor in Afrika als Transferfahrzeug für einen Leitenden Notarzt gedient. Die alte Folierung wurde entfernt und eine neue Folie aufgebracht, ganz im Design eines Feuerwehrfahrzeugs und mit der entsprechenden Beschriftung für die afrikanische Feuerwache „Karagwe Fire and Rescue Force“. Dabei wurde von den Tüftlern auch eine neue Batterie verbaut. Alte Kabel für die ehemaligen technischen Einrichtungen des ehemaligen Notarzt-Fahrzeugs wurden entfernt. „Und es wurden kleine Schönheitsreparaturen durchgeführt“, berichtet Goldenstein. Eine technische Durchsicht des Fahrzeugs erfolgte ebenfalls, damit es verkehrssicher ist.

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„Es soll zunächst für den normalen Einsatzdienst eingesetzt werden“, so Goldenstein. „Aufgrund der oft sehr langen Anfahrten, kann zumindest bei Verkehrsunfällen und anderen Hilfeleistungen mit dem neuen Fahrzeug geholfen werden“, stellte der Feuerwehrsprecher fest. Außerdem werde der Wagen in Afrika für die Schulung im vorbeugenden Brandschutz an Schulen und Kindergärten, die ebenfalls häufig an weit entlegenen Orten liegen, eingesetzt.

Zusätzlich zum Fahrzeug, konnten Fisser und Ecker zwei ABC-Pulverlöscher mit jeweils 50 Kilogramm Löschpulver organisieren, die ihren Platz in Tansania finden werden. Telefon   0174/4530049 oder per E-Mail an info@kreisfeuerwehrverband-aurich.de

Das Projekt

Der gelernte Industrieelektroniker Christop Ecker (33) und der Straßenwärter Stefan Fisser (38) sind Mitglieder der Feuerwehr Südbrookmerland. Der Anlagenmechaniker Michael Breitkopf (29) und dem Kfz-Mechaniker Andreas van Echten (35), beide nicht bei der Feuerwehr, sammeln ehrenamtlich Sachspenden von Hilfsorganisationen und Feuerwehren sowie Gelder für die Organisation European Fire & Rescue Support Association. Breitkopf und von Echten wollen ein funktionierendes Feuerwehr- und Rettungsdienst-System in den afrikanischen Ländern Kenia und Tansania aufbauen. Sie schulen Feuerwehrleute vor Ort in Tansania. Feuerwehrmann Ecker hat ein ehemaliges Notarzt-Fahrzeug der European Fire & Rescue Support Association von Hamburg nach Südbrookmerland überführt, um es dort mit vier Kollegen zum Feuerwehrfahrzeug umzubauen. Der Wagen kostete 7000 Euro. Gelder flossen von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und der European Fire & Rescue Support Association. Die Verschiffung nach Tansania kostet 2300 Euro. Jetzt ist auf dem Wagen die Schrift „Karagwe Fire and Rescue Force“ zu lesen. Der Wagen hat einige Raffinessen und eine neue Batterie.

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