Emden Weite Teile Emdens waren am Sonntagabend von einem Stromausfall betroffen. Gegen 22 Uhr fiel die Versorgung in den westlichen Stadtteilen Conrebbersweg, Constantia, Transvaal, Larrelt, Harsweg und Teilen der Innenstadt für bis zu einer Dreiviertelstunde aus. Wieder lag eine Kabelstörung vor, wie bei dem letzten großflächigen Stromausfall vor nur zwei Jahren. Dieses Mal war der Fehler im Schalthaus West, wie der technische Leiter der Stadtwerke Emden (SWE), Gunnar Kielmann, dieser Zeitung sagte. „Viele Kollegen auch außerhalb der Bereitschaft sind sofort gekommen, so konnten wir das schnell beheben.“

Der Blackout dauerte ähnlich wie bei dem letzten Vorfall im Januar 2019 erneut 40 Minuten. Dann war, vereinfacht ausgedrückt, das defekte Kabel in dem Schalthaus abgeklemmt und soweit überbrückt, dass alle wieder Strom hatten. Wo genau die Störung in der defekten Leitung liegt, muss dagegen noch ermittelt werden. Das Kabel, das die westlichen Teile der Stadt mit Strom versorgt, ist immerhin vier Kilometer lang. „Wir finden den Fehler aber“, kündigte Kielmann an. Dazu werde das Kabel jetzt genau eingemessen. So eine Störung könne durch eine Versackung im Boden passiert sein, möglicherweise auch durch Bauarbeiten. Und die könnten durchaus schon einige Tage zurückliegen.

Am Sonntagabend interessierte das die Betroffenen aber herzlich wenig. Mitten im Hollandspiel der Fußball-Europameisterschaft war die Fernseh-Mattscheibe schwarz. Bis zum Schlusspfiff lief der Fernseher aber wieder. Infos gab es außerdem noch übers Handynetz, das nicht ausgefallen war. „Gott sei Dank ist der Stromausfall nicht Dienstagabend passiert“, sagte Kielmann scherzhaft mit Blick auf das heutige Auftaktspiel der Deutschen bei der EM.

Erleichterung schwingt bei dieser Einschätzung mit, die angesichts des Schadenpotenzials des aktuellen Stromausfalls auch wohl berechtigt ist. Tatsächlich ist aber nicht viel passiert. Der Ausfall geschah an einem Sonntag und nicht an einem gewöhnlichen Werktag, zudem noch späten Abend. So waren die Ausfälle überschaubar. An diesem hellen Sommerabend fiel es kaum ins Gewicht, dass Straßenlaternen nicht leuchteten. Nur vereinzelt waren Ampelanlagen betroffen.

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Auch die Rettungsleitstelle verzeichnete keine gesonderten Einsätze, so Kielmann. Mit der Leitstelle seien die Stadtwerke im ständigen Informationsaustausch. Das Krankenhaus war auch nicht vom Stromausfall betroffen. Das wird über das Schalthaus Ost versorgt und hat generell eine eigene Notstromversorgung. Auch Emdens größter Arbeitgeber Volkswagen blieb von dem Ausfall verschont, weil er sowieso nicht an diesem Stromnetz hängt, so Kielmann.

Bei den Stadtwerken hielten sich die Beschwerden über den Stromausfall in Grenzen. Wenige Anrufe, dafür viele Meldungen via Facebook erreichten den Versorger, hieß es. Und nach 40 Minuten war der Spuk ohnehin vorüber. Emden war wieder voll unter Strom.

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