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Als IT-Pilotschule hatte die BBS Haarentor im Oktober 2019 insgesamt 140 Lehrkräfte aus BBSen, Gymnasien, Gesamtschulen und Oberschulen zur Digital-Fortbildung unter anderem mit dem Experten Axel Krommer (re.) eingeladen.Bild: BBS
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Jeder im 11. Jahrgang des Wirtschaftsgymnasiums der BBS Haarentor ist mit einem iPad ausgestattet, das auch das gemeinsame Arbeiten an einem Dokument erlaubt.Bild: Pook
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Das „Active Board“ ersetzt die Tafel.Bild: Pook
Oldenburg

Digitalisierung an Schulen
Leichtes Gepäck am Oldenburger Wirtschaftsgymnasium

Die BBS Haarentor ist eine IT-Pilotschule. Nun zieht sie Bilanz, wie es mit den iPads gelaufen ist.

Oldenburg Seit Beginn des Schuljahres arbeitet der gesamte 11. Jahrgang der Oberstufe des Wirtschaftsgymnasiums (WGO) in fünf Klassen mit iPads im Unterricht. WGO-Koordinator Matthias Pook sagt: „Wir sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Medienkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler. Sie werden auf die künftigen Anforderungen der Arbeits- und Studienwelt vorbereitet.“ Digitalisierung sei „der Schlüssel für spätere Handlungskompetenz“. Damit werde auch an die Lebenswelt der Schüler angeknüpft und ihre Motivation für eigenständiges Lernen genutzt.

Die BBS-Haarentor, an der das WGO beheimatet ist, ist IT-Pilotschule der Stadt. Sie hat im vergangenen Schuljahr eine völlig neue Medienausstattung bekommen, mit der ein moderner Unterricht und kollaboratives Arbeiten ermöglicht werden sollen.

Schüler-Erfahrung

Max Dannemann (18) ist bereits im 12. Jahrgang und nutzt das iPad schon länger im Unterricht – wie seine gesamte Klasse. Er sagt: „Ich sehe viele Vorteile. Nur einer davon ist, dass keine Zettel mehr herumfliegen. Man vergisst dadurch nicht so schnell etwas. Außerdem bedeutet es das Ende der Berge von Arbeitsmaterial und dicken Ordnern für jedes Fach.“ Der Umgang sei „relativ intuitiv, man braucht nur ein paar Tricks und Kniffe, und man lernt, sich sehr kontinuierlich zu organisieren, um den Überblick über alle Dateien zu behalten“.

Auch die Arbeitsatmosphäre habe sich verändert: „Wenn alle arbeiten, ist es fokussierter, zumal keiner mehr fragt, ob jemand mal einen Stift oder ein Blatt hat. Aber es ist auch interaktiver. Das ist für mich revolutionär, weil alle gleichzeitig an einem Dokument arbeiten können. Diese produktive Zusammenarbeit ist ein Riesenvorteil.“

Kein Papier mehr

Matthias Pook bestätigt diese Erfahrungen. Außerdem könnten Mitschriften zu Hause leichter überarbeitet, verbessert und übersichtlicher gestaltet werden. „Dadurch prägt sich der Stoff noch besser ein. Handschriftliche und mit der Tastatur erstellte Texte lassen sich dabei leicht miteinander verbinden.“ Aufzeichnungen und digitale Arbeitsblätter könnten mit Bildern oder Videos verknüpft werden. Auf Unterlagen in Papierform könne weitestgehend verzichten werden, was auch ökologisch von Vorteil sei. Die verschiedenen Arbeitsergebnisse würden Unterricht am „Active Board“ präsentiert und miteinander verglichen. Gerade in Corona-Zeiten habe sich der iPad-Einsatz stark bewährt, da digitale Unterrichtsformen erleichtert würden.

Auch für Klausur & Abi

Zu Hause können die Schüler die iPads für schulische und private Zwecke in vollem Umfang nutzen. Sobald sie die Geräte in der Schule verwenden, sind nur noch die Apps zu öffnen, die im Unterricht zur Anwendung kommen. In bestimmten Klausuren werden die iPads bereits eingesetzt, für die Abiturprüfungen ist dies ebenfalls geplant. Mit den iPads spare man sich auch die Anschaffung von teuren Taschenrechnern und Digitalübersetzern, so die Schule.

Eltern zahlen

Die iPads werden von den Eltern über einen von der Schule organisierten Händler beschafft. Die versicherten Geräte können entweder sofort oder über den Zeitraum der Oberstufen monatlich bezahlt werden (ca. 15 Euro pro Monat).

Info-Tage fürs WGO

Infotag: Samstag, 16. Januar, von 10 bis 13.30 Uhr

Infoabend: für diejenigen, die am 16. Januar keine Zeit haben: Donnerstag, 14. Januar, von 18 bis 21 Uhr

Alle aktuellen Informationen zu Terminen und das Hygienekonzept finden sich auf der Homepage unter:

Die BBS Haarentor ist eine IT-Pilotschule. Nun zieht sie Bilanz, wie es mit den iPads gelaufen ist.
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