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Bild: Imke Harms
Stielgemüse aus dem Vorgarten: Ralf und Claudia Wessel bauen auf ihrem Hof in Dünsen Rhabarber an. Damit der erntereif ist, fehlen aber noch gute zehn Zentimer. Die Stange im unteren Bild entspricht schon beinahe dem Ziel.Bild: Imke Harms
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Dünsen

Hof Wessel in Dünsen
Rhabarber-Ernte steht im Landkreis Oldenburg bevor

Noch ist es ein bisschen zu kalt, aber die Rhabarberpflänzchen auf dem Hof Wessel in Dünsen geben sich Mühe: Bald kann die saure Stange ab Hof gekauft werden.

Dünsen Wenn Claudia und Ralf Wessel aus ihrer Haustür treten, dann durchschreiten sie quasi ihr Rhabarberfeld. Gepflanzt im Frühjahr und vor wenigen Wochen noch nur wenige Zentimeter groß, sind die sauren Stangen jetzt schon eindeutig identifizierbar. „Aber sie dürfen gerne noch mindestens etwa zehn Zentimeter wachsen“, erklärt Landwirt Ralf Wessel. „Leider ist es derzeit den Pflanzen einfach noch zu kalt.“

Rhabarber gehört dazu

Ralf Wessel ist auf dem Hof seiner Eltern hier in Dünsen am Hagenweg groß geworden und auch der Rhabarber-Anbau gehört seit rund 40 Jahren mit dazu. Vor vier Jahren eröffnete seine Frau Claudia Wessel ihren Hofladen auf dem Gelände. Verkauft werden hier die selbst angebauten Kartoffeln, die Eier der eigenen Hühner, aber auch selbst gekochte Marmeladen, Suppen und Fleischerzeugnisse sowie Produkte von Nachbarhöfen.

Wissenswertes zur sauren Stange

Rhabarber wird zwar häufig in Süßspeisen verarbeitet, zum Beispiel in Marmeladen oder auf Torten – zugeordnet wird die Pflanze aber dem Stielgemüse. Es ist eine sogenannte Dauerkultur– nachdem die Staude einmal gepflanzt wurde, kann sie mehrere Jahre wiederkommen.

Ralf Wessel hat einen Tipp: „Am besten schmeckt der Rhabarber als Kompott auf Vanillepudding oder zu Eis.“Dazu die sauren Stangen in ein bis zwei Zentimeter große Stücke schneiden, in einen Topf geben, Vanillezucker und Zucker darüber streuen. 60 Minuten ziehen lassen, dann in ein wenig köchelndes Wasser geben, bis die Stücke weich sind. Abschmecken – fertig!

Samt der Familienangehörigen arbeiten hier sechs Personen. Und die werden derzeit immer wieder nach Rhabarber gefragt. „Aber wir müssen die Kundinnen und Kunden noch vertrösten und noch ein bisschen warten auf die Ernte“, weiß der Experte und zeigt eine der Stangen, die schon recht reif aussieht.

„Abschneiden kann ich nur einmal. Wenn die Stange noch zu schmal und kurz ist, ist das Verschwendung“, findet Ralf Wessel. Das, was heute aus dem Boden wächst, so erklärt der Landwirt, seien die Reservestoffe des vergangenen Jahres. „Und da das sehr trocken war, müssen wir mal schauen, ob die Stangen in den kommenden Wochen noch etwas dicker werden.“

Nasses Wetter positiv

Ungefähr 50 bis 60 Kilogramm Ernte erwarten die Wessels von ihren Rhabarberpflanzen, die jeweils etwa einen Quadratmeter Platz benötigen. Dass der Mai so nass gestartet ist, kann also auf lange Sicht ein gutes Zeichen sein für den Rhabarber, weiß der Experte.

„Letzten Sommer mussten wir zum Teil zusätzlich beregnen, um genügend Ertrag zu haben“, berichtet Ralf Wessel. Die Familie lebe zwar nicht hauptsächlich von dem Verkauf des Rhabarbers, aber wenn das Wetter die Versorgung selbst übernehmen kann: Umso besser!  Der Hofladen der Familie Wessel hat montags bis freitags von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr geöffnet sowie jeden Samstag von 8 bis 13 Uhr.

Imke Harms
Reporterin
Noch ist es ein bisschen zu kalt, aber die Rhabarberpflänzchen auf dem Hof Wessel in Dünsen geben sich Mühe: Bald kann die saure Stange ab Hof gekauft werden.
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