Emden Im Emder Klinikum wird ein Lungenzentrum entstehen, und zwar für die gesamte ostfriesische Halbinsel. Dies wurde während einer Vorstellung des neuen Teams im Emder Klinikum mitgeteilt. Damit wird Emden, neben der Behandlung von Schlaganfällen, einen weiteren Behandlungsschwerpunkt bekommen.

„Wir müssen entsprechende Schwerpunkte an allen drei Krankenhäusern etablieren, bevor das Zentralklinikum bei Georgsheil eröffnet wird“, sagte Dr. Astrid Gesang, medizinische Geschäftsführerin der drei Häuser. Alle drei Krankenhäuser werden in der Zentralklinik aufgehen. Diese wird voraussichtlich 2028 eröffnen.

Möglich wird das neue Zentrum zur Behandlung von Lungenkranken zum einen durch die Anstellung neuer Fachärzte und neuen Fachpersonals, zum anderen aber auch durch die Weiterbildung und Spezialisierung langjähriger Mitarbeiter. Bereits mit dem Lungenfacharzt Dr. Jens Bräunlich, er ist Direktor der Inneren Medizin im Klinikum Emden, ist der erste Schritt hin zu einer Spezialabteilung für Lungenerkrankte gemacht worden. Seit diesem Frühjahr konnte mit Dr. Peter Krieg eine Klinik für Thoraxchirurgie in Emden eröffnet werden. Durch die Weiterbildung und Spezialisierung im Bereich der Beatmung in der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin von Chefarzt Dr. Klaus Kogelmann, ist der dritte Baustein für eine moderne und medizinisch umfangreiche Behandlung von Patienten mit Atemwegserkrankungen gelegt worden. Im gesamten Einzugsbereich sind die Emder die einzige zertifizierte medizinische Abteilung, die in Ostfriesland ein spezielles Beatmungsverfahren außerhalb der Lunge (ECMO) anwendet, und die einzige Klinik, die eine Post-Covid-Ambulanz (wir berichteten) vorhält. Daneben werden in Emden sämtliche Diagnostik- und Therapieverfahren der Pneumologie angewandt, und es kann das gesamte Spektrum der modernen Thoraxchirurgie abgedeckt werden. „Wir haben alle Voraussetzungen dafür, hier diesen Schwerpunkt anzubieten“, sagte Gesang. Für die Patienten sei das ein großer Vorteil, weil hier drei Bereiche - die Pneumologie, die Thoraxchirurgie und die Anästhesie/Intensivmedizin - zusammenarbeiten. So etwas findet man ansonsten nur in großen medizinischen Zentren wie beispielsweise in Oldenburg oder Münster.

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