Friesoythe /Altenoythe /Bösel Es war nicht irgendein Montagmorgen. Mit Aufregung und Spannung machten sich in Bösel und Friesoythe sowohl Lehrer als auch Schüler auf den Weg – der erste Schultag im Corona-Alltag. Die NWZ gibt ein Stimmungsbild.

Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe

60 Schülerinnen und Schüler machten sich nach wochenlanger Pause am Montag auf in die Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe. Dafür wurden die Klassen in Lerngruppen mit bis zu 13 Personen aufgeteilt. „Das ganze ungewohnte Prozedere hat am Montag sehr gut geklappt – ich war positiv überrascht. Unsere Schülerinnen und Schüler haben sich vorbildlich verhalten“, sagte Schulleiter Rasmus Braun auf Nachfrage der NWZ. Bereits um 7.30 Uhr waren die ersten Lehrkräfte vor Ort, um die Schülerinnen und Schüler zu empfangen.

„In den vergangenen Tagen haben wir in Akkordarbeit die Schule auf diesen Fall vorbereitet“, so Braun weiter. Sowohl in den Pausen als auch im Unterricht hielten sich die Schüler an die Abstände. „Jetzt ist die Frage, ob das auch so gut klappt, wenn noch mehr Schülerinnen und Schüler in die Schulen kommen“, fragt sich Braun. Laut Planungen des niedersächsischen Kultusministeriums sollen in drei Wochen, am 18. Mai, die nächsten Jahrgänge Woche für Woche folgen.

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Realschule Friesoythe

„Wir hatten heute ganz vorbildliche Schülerinnen und Schüler hier. Das muss man einfach mal so sagen.“ Celia Twistel, Konrektorin der Realschule Friesoythe, war am Montagmittag zufrieden mit dem vorsichtigen Schulstart. Mit der ersten Gruppe des Abschlussjahrgangs kamen 51 Schülerinnen und Schüler erstmals nach sechs Wochen zurück in die Schule, an diesem Dienstag dürfen die übrigen 50 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen wieder in den Präsenzunterricht. Im Schulgebäude und auf dem Schulhof hätten sie die Abstandsregeln eingehalten, sagt Twistel. Was sie am ersten Tag beobachtet habe, spreche dafür, dass die Schülerinnen und Schüler sehr gewissenhaft im Umgang miteinander seien.

Einige hätten sogar einen eigene Mundschutz von zuhause mitgebracht. Alle anderen Schülerinnen und Schüler bekamen beim Betreten der Schule eine Stoffmaske ausgehändigt. Die Stadt Friesoythe als Schulträger hat die Masken bereitgestellt. „Wir teilen sie dann aus. Alle bekommen eine, und wir erwarten, dass die Schülerinnen und Schüler die zuhause reinigen und wieder mitbringen“, so Twistel.

Im Unterricht selbst müssen die Masken nicht getragen werden. Der Unterricht müsse aber so erteilt werden, dass der Mindestabstand eingehalten werde, sagt Twistel. Außerhalb der Unterrichtsräume könne dies aber nicht immer gewährleistet werden, deshalb muss dort Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Oberschule Bösel

Baulich gesehen hat die Oberschule Bösel in den Krisenzeiten einen großen Vorteil. Sie verfügt nicht nur über ein großes Schulgelände, sondern auch über Sanitärbereiche, die sowohl von innen als auch von außen begehbar sind. „Diese Toiletten funktionieren wie eine Schleuse. Wenn die Schülerinnen und Schüler von innen in den Pausenhof wollen, müssen sie an den Waschbecken vorbei“, sagte Schulleiterin Dorothea Kuhlmann-Arends. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler auch die Zeit im Blick – 30 Sekunden sollte das Händewaschen schon dauern.

Die Jahrgänge 10 mit Realschulabschluss und 9 mit Hauptschulabschluss sind am Montag gestartet. Rund 40 Jugendliche waren somit in der Schule. „Es ist eine völlig neue Situation, doch die Schülerinnen und Schüler haben sehr gut mitgemacht. Ich bin sehr erleichtert“, freut sich die Schulleiterin. Nur beim Unterricht kann die Maske unten bleiben – sowohl in den Pausen als auch beim Ortswechsel sind Mund und Nase zu bedecken.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
Nathalie Meng Redakteurin / Online-Redaktion
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