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Der Landkreis unterstützt viele kleine und mittelständische Betriebe: Darum geht es der Wirtschaft im Ammerland selbst jetzt relativ gut.Bild: Archiv
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Förderprogramm erfolgreich
Warum das Ammerland besser als andere durch die Krise kommt

Seit 2007 unterstützen die Gemeinden und der Landkreis Ammerland Existenzgründer und kleine Firmen. Mehr als 1000 Arbeitsplätze wurden so geschaffen. Der Erfolg liegt auch an der Struktur der Betriebe.

Ammerland Viele Firmen im Ammerland leiden unter der Corona-Krise – vor allem im Handel und der Gastronomie. Unterm Strich ist die Wirtschaft bei uns aber bisher recht gut durch die Pandemie gekommen. In der Arbeitslosenstatistik steht noch eine vier vor dem Komma. Viele Betriebe haben volle Auftragsbücher.

Gute Betriebsstruktur

Aber warum kommt das Ammerland besser durch die Krise? Das liegt auch an der Struktur der Betriebe. Viele kleine und mittelständische Unternehmen geben hier den Ton an. Und das ist auch ein Verdienst der Wirtschaftsförderung. Seit 2007 unterstützen die Gemeinden und der Landkreis Existenzgründer und kleine Firmen, die expandieren wollen. Im Wirtschaftsausschuss gab es nun einen Rückblick auf die Förderperiode von 2014 bis 2020.

Insgesamt 1034 neue Arbeitsplätze wurden im Rahmen des Programms geschaffen, darunter 123 Ausbildungsplätze. 700 Förderanträge gingen beim Landkreis ein, 440 Vorhaben wurden finanziell unterstützt. Fast fünf Millionen Euro gab es an Zuschüssen – die Gesamtinvestitionssumme lag jedoch viel, viel höher. Fast 90 Millionen Euro gingen in den Ausbau von Werkstätten, Büros oder Unternehmensgründungen.

Blickt man auf den Start des Programms im Jahr 2007 zurück, dann liegt die Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze bei 1765.

Lob aller Fraktionen

„Auch in 2020 gab es trotz Corona eine hohe Investitionsbereitschaft und eine kaum veränderte Zahl von Anträgen“, sagt Wirtschaftsförderer Fred Carstens.

Im Wirtschaftsausschuss gab es quer durch alle Fraktionen einhellig Lob. Das Erfolgsmodell will die Politik uneingeschränkt weiterlaufen lassen.

Ohnehin ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Ammerland in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Gab es 1990 gerade einmal 26 846 Jobs, so waren es 2019 bereits 44 242 (genaue Zahlen für 2020 liegen noch nicht vor). Das entspricht einem Plus von 64,8 Prozent in zwei Jahrzehnten.

Aufgeteilt auf die Gemeinden ergaben sich dabei folgende Zahlen: Apen 2902 Arbeitsplätze (plus 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr), Bad Zwischenahn 9848 Jobs (plus 1,3 Prozent), Edewecht 6305 Stellen (plus 3,0 Prozent) und Rastede 8062 Arbeitsplätze (plus 3,0 Prozent). Die meisten Jobs gab es in Westerstede mit 10 987. Hier fiel die Steigerung mit 0,2 Prozent aber auch am geringsten aus. Wiefelstede stellte 6138 Arbeitsplätze (plus 4,0 Prozent). Nicht mitgerechnet werden hierbei Beamte sowie Mini-Jobber.

Seit 2007 unterstützen die Gemeinden und der Landkreis Ammerland Existenzgründer und kleine Firmen. Mehr als 1000 Arbeitsplätze wurden so geschaffen. Der Erfolg liegt auch an der Struktur der Betriebe.
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