Spätkohlarten, wie Grün- und Rosenkohl, die noch einige Wochen bis zur Ernte im Garten verbleiben, bekommen jetzt noch einen Düngeguss mit verdünnter Pflanzenjauche. Zu viel des Guten sollte es aber nicht sein. Bei einem Nährstoffüberangebot setzt der Rosenkohl nur lockere Röschen an. Zwischen den Reihen wird der Boden noch einmal vorsichtig gelockert und anschließend mit Ernteresten, Laub, Rasenschnitt oder ähnlichem Material warm eingedeckt.

Bilden sich am Rosenkohl bis Mitte September noch keine oder nur sehr kleine Röschen, so kann man jetzt die Pflanzen entspitzen. Die ganze Wachstumskraft der Pflanzen kommt dann der Knospenbildung zugute. Ein Entblättern des Rosenkohls sollte auf jeden Fall vermieden werden, Wachstumsstörungen wären ansonsten die Folge. Wenn vorhanden, streut man unter die Rosenkohlpflanzen noch etwas Holzasche. Diese Düngung sorgt für die Ausbildung fester Röschen.

Die Pflanzen müssen zu dieser Jahreszeit ständig auf Raupen der Kohleule und des Kohlweißlings überprüft werden. Als Gegenmaßnahme genügt in der Regel ein kontinuierliches Einsammeln der Raupen. Wenn man sie sieht, kann man auch die Eier zerdrücken. Zum Schutz vor Raupenfraß lässt sich bei größeren Problemen gut feinst gemahlenes Steinmehl verwenden. Man stäubt die Pflanzen gründlich damit ein.

Rosenkohl entwickelt sich auch noch nach den ersten Frösten gut. Er wird so spät wie möglich geerntet. Erst bei Temperaturen unter zehn Grad erntet man die ganzen Pflanzen und schlägt sie frostsicher ein, bis sie verwertet werden.

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