Rucola wächst über Winter auch im Haus. Am einfachsten ist es, die Salatrauke jetzt in Töpfen oder Schalen zu ziehen.

Diese werden mit Kompost oder Blumenerde gefüllt, und es wird nicht zu eng ausgesät. Etwa 20 Samen reichen für einen mittleren Topf. Das Saatgut wird mit einem halben Zentimeter Erde abgedeckt, angegossen und auf die warme Fensterbank gestellt. Da die Salatrauke fast so unproblematisch wächst wie Kresse, lässt sie sich auch ganz ohne Erde in Hydro-Kultur ziehen.

Nach wenigen Tagen zeigen sich die Keimlinge, ein warmer und sonniger Standort sind ideal. Nach drei bis vier Wochen sind die zungenförmigen Blätter groß genug, um in der Küche verwendet zu werden. Nimmt man alle zwei Wochen eine Folgesaat vor, lassen sich die würzigen Blätter den ganzen Winter über genießen. Schon einige Blätter machen jeden Rohkostsalat zu einem besonderen Geschmackserlebnis. Auch kleingehackt auf einem Butterbrot sind sie eine Köstlichkeit.

Die Salatrauke (Eruca sativa) ist keine Neuzüchtung, sondern kommt überall auf der nördlichen Erdkugel vor. Die Namensvielfalt von Rucola über Roquette bis Rocket zeigt ihre Beliebtheit bei unseren Nachbarn an.

Die Pflanze ist, wie der Geschmack es verrät, mit der Kresse verwandt und enthält ebenso das geschmacksbildende Senföl, das zugleich appetitanregend und keimhemmend wirkt. Über Sommer entwickelt die Pflanze mehr Senföl und schmeckt dann fast zu scharf, so dass sich besonders ein Anbau in der kalten Jahreszeit anbietet.

Für Gartenbesitzer empfiehlt sich auch eine Freilandkultur, da die Pflanzen nicht sehr frostempfindlich sind. Da das Wachstum draußen natürlich langsamer vonstattengeht als auf der warmen Fensterbank, sind Folgesaaten vom September bis zum Frühjahr alle vier Wochen zu empfehlen.

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