Im Frühjahr gibt es frische Blätter zu ernten, die intensiv nach Knoblauch riechen und schmecken. Die würzigen Blätter stammen von der Knob­lauchsrauke (Alliaria petiolata), die auch Knoblauch- oder Lauchhederich genannt wird. Sie ist nicht, wie man vielleicht vermuten würde, mit Knoblauch oder anderen Zwiebelgewächsen verwandt, sondern gehört wie der Kohl zu den Kreuzblütlern.

Das Grün lässt sich hervorragend zu Rohkostsalaten, Suppen und Gemüsezubereitungen verwenden oder wird einfach fein gehackt auf ein Butterbrot gestreut. Der feine Geschmack nach Knoblauch stammt von dem in den Blättern enthaltenen Senföl und anderen Stoffen, die ähnlich wie der Knoblauch eine keimtötende Wirkung haben.

Überall in den gemäßigten Zonen Europas kann man die Knoblauchsrauke finden. Da die Knoblauchsrauke als zweijährige Pflanze mit einer Grundblattrosette überwintert, treibt sie zeitig im Folgejahr aus und entwickelt bereits ab März viel Blattmasse. Früher verwendete man diese Pflanze auch in der Volksmedizin bei eiternden Wunden, bei Husten und als Wurmmittel.

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Ein Sammeln der Blätter lohnt sich vor allen Dingen zu der Zeit, wenn im eigenen Garten noch nicht viel wächst. Findet man keine Pflanzen entfernt von Autoabgasen und den Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft, lohnt es sich, dieses anspruchslose Kraut in den eigenen Garten zu holen. Am besten sammelt man sich dazu von wild wachsenden Pflanzen Samen, die in langen Schoten im Juni und Juli heranreifen.

Wie am Standort in der Natur erhalten die Pflanzen im Garten einen halbschattigen Standort an einem feuchten, nährstoffreichen Platz in etwas lehmhaltigem Boden. Fühlen sich die Pflanzen dort wohl, vermehren sie sich durch unterirdische Wurzelausläufer, die Samen werden zusätzlich durch Ameisen verbreitet. Findet man in seiner Umgebung keine Knoblauchsrauke, kann man Samen oder Jungpflanzen auch im Fachhandel erwerben.

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