Mit über 10 000 Sorten und Varietäten machen Kamelien zurzeit weltweit Furore, wobei das Sortiment jährlich um über hundert Sorten erweitert wird. Ein Wermutstropfen, der die Freude an diesen Teegewächsen leicht schmälern kann, ist ihre nicht einfache Haltung. Beheimatet in Fernost, sind Kamelien, die bei uns als Zimmerpflanzen angeboten werden, nicht frosthart.

In der Regel wird man aber die Schönheit der Pflanzen im Haus bewundern wollen und Kamelien deshalb als knospige Pflanzen in Blumengeschäften oder Gartencentern kaufen. Damit die Freude nicht nur von kurzer Dauer ist, steht eine optimale Pflege dieser etwas heiklen Pflanzen im Vordergrund.

Auf keinen Fall sollten die gekauften Exemplare sofort in gut geheizte Wohnräume gestellt werden, Knospen-, Blüten- und Blattfall wären die Folge dieses Klimaschocks. Zum Akklimatisieren bietet sich ein heller, aber nicht zu sonniger Platz an einem Schlafzimmerfenster oder in einem kaum beheizten Treppenhaus bei Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad an.

Zur Blütezeit kann man die Pflanze dann auch in den Wohnbereich holen. Sie sollte aber nie in der Nähe von Heizungskörpern platziert werden, auch ein kühlerer Nachtstandort ist möglich und sorgt für eine längere Blühdauer. Nach der Blütezeit ist wieder ein kühlerer Standort erwünscht. Zusätzlich zur kühlen Winterhaltung ist ein Sommeraufenthalt im Freien optimal.

Kamelien stellen an Bodenmischung, Gießwasser und Düngung hohe Ansprüche. Der Boden sollte humos sein, der günstige pH-Wert liegt um 4,5. Entkalktes Gießwasser ist notwendig. Am besten ist es deshalb, Regenwasser zu verwenden. Kamelien brauchen einen speziellen Dünger, der in der Zeit nach der Blüte bis Juli dem Gießwasser wöchentlich zugesetzt wird. Da Kamelien extrem salzempfindlich sind, ist die Dosierung des Düngers genau vorzunehmen.

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Während der Blüte und der Wachstumszeit ist der Ballen stets feucht zu halten;,ab August wird der Boden zur besseren Ausreifung der Triebe etwas trockener gelassen. Nach dem Einräumen ins Haus steigt der Wasserbedarf dann wieder. Ältere Pflanzen werden zu Austriebsbeginn im Frühjahr umgetopft.

Bei guter Pflege entwickeln sich mit den Jahren gut verzweigte Büsche, die jährlich reichlich blühen.

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