Die bei uns wild auf Wiesen, Äckern und Feldrändern wachsenden Ackerdisteln, die meist als hartnäckiges Unkraut verschrien sind, sollten allerdings kein Grund sein, alle diese Vertreter aus dem Garten zu verbannen. Die vielen Wild- und Zierarten, die es von den Disteln gibt, gehören nicht in einen Topf geworfen; denn sie geben jedem Garten eine außergewöhnliche Note.

Im Zuge der naturgemäßen Gartengestaltung erleben die Zierdisteln zur Zeit eine Renaissance; sie sind anspruchslos, passen ungekünstelt zu vielen Gartenpflanzen und -gestaltungen, schmücken außer mit auffälligen Blüten auch noch mit ihren Blattformen und -farben und bieten Fluginsekten reichlich Pollen und Nektar; Raupen, Käfer und Zikaden leben von den Blättern, und Samen fressende Vögel finden hier ihr Winterfutter.

Auffällige Halskrause

Zu den schönsten Zierdisteln gehören die Blau- und Edeldisteln. Unter Naturschutz steht die Blaudistel, Eryngium alpinum, die in den Alpen beheimatet ist und dort in Höhen ab 1400 Metern wächst. Damit diese geschützte Pflanze als Schnittblume, zu Trockensträußen und als Gartenpflanze genutzt werden kann, wird sie in den Schweizer Bergen auf großen Flächen erwerbsmäßig angebaut. Vorteilhaft sind diese Anbauflächen mit einer Höhenlage von bis zu 1800 Metern, da die Blaudisteln umso intensiver leuchten, je höher sie angebaut werden. Das Auffällige an den Blaudisteln sind nicht nur ihre Blüten, sondern auch die wie eine Halskrause geformten, stacheligen Hochblätter, die mit ihrer stahlblauen Farbe wie aus Metall gestanzt aussehen.

Nahe verwandt sind die Edeldisteln, Eryngium planum, die an stark verzweigten Stielenden im August Dutzende von leuchtend blauen Blütenkugeln entwickeln, aber nicht so einen auffälligen Blattkragen aufweisen. Im Staudenbeet stehen diese Disteln farblich gut neben oder vor Lein, Mädchenauge, Rudbeckie und Sonnenauge, die zur selben Zeit blühen.

Keine Staunässe

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Im Garten zählen die Zierdisteln zu den unproblematischen Pflanzen; sie sind ausreichend winterhart und gegen Krankheiten widerstandsfähig. Sie wachsen auf jedem guten Gartenboden, die meisten sogar auch in magerer, leichter Erde ohne Probleme; lediglich Staunässe vertragen sie nicht. Vor allem an vollsonnigen Standorten entfalten sich besonders viele, üppige Blüten. Die Zierdisteln entwickeln mit den Jahren einen kräftigen Wurzelstock, zusätzlich samen sich die Pflanzen ganz von allein aus, wenn ihnen der Standort zusagt.

Für Liebhaber von Trockensträußen zählen alle Zierdisteln zu den begehrten Blumen. Bevor sie aufblühen, schneidet man die Stängel ab und trocknet sie kopfüber aufgehängt. Ausgezeichnet eignen sich die Blüten auch zur Zusammenstellung bunter sommerlicher Sträuße für die Vase, zumal sie sich bis zu drei Wochen frisch halten.

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