Blumenkohl verlangt einen tiefgründigen, humosen Boden und einen vollsonnigen, geschützten Standort. Besonders geeignet ist der Platz auf einem Hügelbeet, wo Nährstoffe und Wärme reichlich vorhanden sind; nur muss man hier aufpassen, dass die Pflanzen auch genügend Feuchtigkeit bekommen.

Auf normalen Beeten wächst der Blumenkohl dann besonders gut, wenn sie im Herbst des vorigen Jahres eine Abdeckung aus altem Mist erhalten hatten, der im Frühjahr leicht eingearbeitet wurde.

Nicht zu eng pflanzen

Eine Mischkultur mit Sellerie ist optimal; Blumenkohl steht aber auch gut neben Tomaten. Besonders bei leichten Böden sind eine zusätzliche Gabe von Kompost im Frühjahr und während der Vegetationszeit Kopfdüngungen mit Pflanzenjauchen oder organischen Stoffen angebracht. Ein zu enges Pflanzen verträgt der Blumenkohl nicht; der Abstand von Pflanze zu Pflanze sollte mindestens 40 Zentimeter betragen.

Die im Frühjahr ausgesetzten Pflanzen fangen jetzt an, ihren Blumenansatz zu bilden. Ab diesem Zeitpunkt darf der Blumenkohl im Wachstum nicht stocken; bei Trockenheit ist laufend zu gießen, und alle 14 Tage wird dem Gießwasser Pflanzenjauche (ein Teil Jauche auf sieben Teile Wasser) zugegeben.

Damit die Blumen nicht schießen und weiß und fest bleiben, müssen sie beschattet werden. Entweder bindet man die obersten Blätter zusammen oder knickt ein oder zwei der inneren Blätter und bedeckt damit den Blumenkohlkopf.

Oft Schädlingsbefall

Blumenkohl gehört leider auch zu den Gemüsesorten, die leicht von Schadinsekten aufgesucht werden. Zu den wichtigsten Tieren, die den Blumenkohl befallen, zählen die Kohlfliege und der Kohlgallenrüssler. Beide Gemüsefliegen legen ihre Eier am Wurzelhals der Pflanzen ab, und die Larven fressen an den Wurzeln.

Während der Befall mit dem Kohlgallenrüssler nur selten zu größeren Ernteausfällen führt, zerstört die Kohlfliege meist die ganzen Bestände. Die zweite Generation der Kohlfliege, die die wirtschaftlich bedeutenden Schäden verursacht, nimmt die Eiablage Ende Juni/Anfang Juli vor. Dieser Eiablage kann man durch einen rechtzeitigen Schutz mit Gemüsefliegennetzen zuvorkommen.

Hat sich der im Juni ausgesäte Blumenkohl gut entwickelt, bildet er im September und Oktober noch schöne Köpfe aus. Es sind fortlaufend auch kleinere Köpfe zu ernten; denn wenn man den richtigen Erntezeitpunkt versäumt, werden die Blumen unansehnlich und beginnen in Blüte zu schießen.

Vor Frost schützen

Sollte vor Abschluss der Ernte im Oktober schon ein Frosteinbruch erfolgen, gräbt man die Blumenkohl-Pflanzen mit den Wurzeln zunächst aus dem Boden aus und schlägt sie dann in einem mit Matten geschützten Frühbeet ein.

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