Wer im eigenen Garten bereits gute Erfolge mit Tomaten und Paprika gemacht hat, dem kann auch die Kultur von Auberginen empfohlen werden. Für erste Versuche ist es ratsam, auf eine Aussaat, die bereits im März erfolgen muss, zu verzichten und lieber ab Mai einige knospige Jungpflanzen in Gärtnereien oder auf Wochenmärkten zu kaufen.

Mit der Kultur kann man sich ruhig etwas Zeit lassen, da nichts schlimmer ist, als ein zu frühes Pflanzen ins Freiland oder ins geschützte Glashaus. Durch zu starke Temperaturschwankungen besteht sonst schnell die Gefahr, dass alle Knospen oder Fruchtansätze abfallen.

Auberginen bekommen den wärmsten und geschütztesten Platz, den wir ihnen bieten können. Ideal ist ein Standort im Gewächshaus, auf der geschützten Terrasse oder dem Balkon. Auberginen kann man gut im Kübel halten, so dass sie sich auch als mobiles Gemüse eignen. Drei Pflanzen lassen sich problemlos in einem größeren Topf kultivieren. Wichtig für zügiges Wachstum ist eine regelmäßige Versorgung mit Wasser und Nährstoffen, der Boden darf niemals austrocknen.

Beim Pflanzen wird gleich ein Stab neben den Wurzelballen in die Erde gesteckt, der den Auberginen Halt gibt. Die Haupt- und Seitentriebe werden später ständig angebunden. Gewünscht ist, dass sich die Pflanzen zu verzweigten Exemplaren entwickeln. Dies lässt sich verstärken, indem man die Triebspitze bei einer Höhe von 30 Zentimetern auskneift.

In unseren Breiten können wir auf keine Massenernten wie in südlichen Gegenden hoffen, und es ist sinnvoll, sich auf die Ernte von fünf, dafür aber schönen und großen Früchten pro Pflanze zu begnügen. Deshalb kneift man die restlichen Triebspitzen aus, wenn sich eine genügende Anzahl Früchte gebildet hat.

Die Ernte der Früchte beginnt ab August, wenn die Auberginen eine glänzende Farbe erreicht haben. Überschreitet man diesen Zeitpunkt, werden sie leicht bitter.

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