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Von Ludger Beerbaum stammt das Zitat: „Ein Reiter ohne Pferd ist ein Fußgänger. Ein Springreiter ohne Hindernis ist nur ein Reiter.“ Für das Landesturnier ließe sich der Sinnspruch des Weltklassereiters vielleicht um eine zweite Pointe ergänzen: Ein Reitturnier ohne Pferd ist ein Hindernislauf. Ein Oldenburger Landesturnier ohne Regen ist nur ein Reitturnier. So erforderten die zum Teil heftigen Niederschläge auch in diesem Jahr wieder das ganze Handlungsgeschick der Turnierleitung.

Auch wenn die eine oder andere Prüfung buchstäblich im Rasteder Schlosspark untergegangen ist, so hat das Team um Turnierchef Jan-Christoph Egerer für die regionale Reiterschaft sechs Tage lang die Sonne scheinen lassen. Ob Züchter und Vereine, kleine und große Reiter, Voltigierer oder Fahrer – sie alle hatten ihren Auftritt und Anteil am Gesamterfolg des Traditionsturniers. Der Stellenwert und die Bedeutung des Turniers für das Oldenburger Land stehen außer Frage.

Womit wir wieder beim Regen wären. Gerade einmal ein kurzzeitiger Niederschlag von 15 Litern pro Quadratmeter führte am Donnerstag zum Ausfall von gleich zwei Springprüfungen. Nein, der Naturrasenplatz taugt nicht für die S-Klasse, die das Landesturnier an allen anderen Stellen für sich in Anspruch nehmen darf. Das Problem ist altbekannt. Die Verantwortlichen in der Gemeinde, im Reiterverband und in der Turnierleitung sind gut beraten, das Kernstück ihrer Veranstaltung baldmöglichst zukunftsfähig zu sanieren.

Von Ludger Beerbaum war in Rastede nichts zu sehen. Der viermalige Olympiasieger, in jungen Jahren gern zu Gast im Schlosspark, sattelte beim zeitgleich ausgetragenen CHIO in Aachen. Es sei ihm gegönnt. Der Mann ist Profi. 2,37 Millionen Euro Preisgeld sind eine andere Hausnummer.

In Rastede werden seit Jahren die Reiter und Pferde für die ganz großen Prüfungen gesichtet und ausgebildet. Dieses Markenzeichen darf nicht ins Wasser fallen.

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