2 Tonnen können viele …

Und ob nun Pferde, ein Boot oder Baumaterial gezogen werden soll, entscheidend ist zuallererst die Anhängelast. Immerhin kann man mit einem durchschnittlichen Lebendgewicht von etwa 500 Kilogramm pro Pferd rechnen. Transportiert man zwei davon und addiert noch das Gewicht des Hängers hinzu, sind aber die meisten Fahrzeuge der Kompaktklasse mit einer zulässigen gebremsten Anhängelast von 2 Tonnen problemlos dazu in der Lage. Hierzu zählen etwa der Seat Leon, VW Golf und Touran oder der Skoda Scala. Sogar in der gehobenen Mittelklasse nehmen Modelle, wie beispielsweise der Audi A6, die BMW 5er-Reihe oder die E-Klasse von Mercedes-Benz maximal 2 Tonnen an den Haken.

Die Modellpalette für Fahrzeuge mit einer gebremsten Anhängelast unter 2,5 Tonnen bietet also noch reichlich Auswahl, von der Limousine, über Coupés und Cabrios bis hin zu den kompakten SUV. Die Auswahl von Fahrzeugen mit 2,5 bis 3,5 Tonnen Anhängelast ist allerdings weniger groß.

SUV im Vorteil …

Interessant ist, dass man bei den Fahrzeugen mit einem Zugvermögen von 2,5 Tonnen (gebremst) überwiegend auf SUV trifft. Hier eignen sich selbst kompakte Modelle, à la BMW X3, Kia Sorento, Range Rover Evoque, Mercedes-Benz GLC oder VW Tiguan hervorragend. Als einziger Van ist die V-Klasse von Mercedes hier noch mit dabei.

Alles über 2,5 Tonnen gebremste Anhängelast wird in unseren Breitengraden praktisch ausschließlich von den großen SUV bzw. Geländewagen bewegt. Audis Q7 und Q8 ziehen genau wie Maserati Levante, SsangYong Rexton oder Volvo XC90 maximal 2,7 Tonnen und Jeep Grand Cherokee sowie Toyota Landcruiser wuchten knapp 3 Tonnen an der Deichsel. Oberhalb dessen tummelt sich praktisch ausschließlich die SUV-Oberklasse. BMW X6, Land Rover Discovery, Range Rover, Mercedes G-/GLE-Klasse, Porsche Cayenne oder VW Touareg sind etwa in der Lage, bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast zu bewältigen.

Elektronische Helfer erleichtern das Gespannfahren

In den letztgenannten Modellen gehören die elektronischen Helfer, wie etwa die Rückfahrkamera oder ein Kamerasystem, das die Ansicht von oben auf das Fahrzeug simuliert, mittlerweile zum guten Ton. Gerade diese Kamerasysteme erleichtern das Rangieren mit Hänger ungemein. Neueste technische Raffinessen, wie etwa VWs Trailer Assist, gehen noch einen Schritt weiter und nehmen dem Fahrer das Rangieren zum Teil sogar ab.

Aber auch die kleineren Fahrzeugklassen warten heutzutage mit Ausstattungsdetails auf, die bis vor kurzem ausschließlich den Premiummodellen vorbehalten waren. So bietet etwa der Skoda Scala auf Wunsch eine klappbare Anhängerkupplung an. Damit sind die Zeiten der starren und auch der abnehmbaren Anhängerkupplungen, die einen Ausschnitt in der Heckschürze benötigten, vorüber. 
 Gerolf Ermisch

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