Sotschi Ähnlich konkrete Pläne für die Karriere nach der Karriere wie Andrea Henkel & Co. hat Sandra Kiriasis noch nicht zu bieten. Nach dem tränenreichen und medaillenlosen Abschied von der Olympia-Bühne brauchte die Bob-Dominatorin früherer Zeiten noch etwas Zeit und Abstand von 14 Jahren Leistungssport. „Ich kann gar nicht mehr wirklich aus einem Schrank leben“, sagte sie am Donnerstag. Auch andere frühere Olympia-Helden verließen ihre letzten Winterspiele eher gedrückter Stimmung – Maria Höfl-Riesch konnte mit Gold und Silber hingegen glänzen.

Dass die Vorzeige-Alpine nicht mehr in Pyeongchang 2018 starten wird, ist beschlossen. Einzig den genauen Zeitpunkt ihres Rücktritts ließ die 29-Jährige bislang offen. Eine Tätigkeit als TV-Expertin könnte sich Höfl-Riesch durchaus vorstellen. „Das würde mich reizen: Bei einem Großereignis mal nicht als aktive Sportlerin dabei zu sein und alles ohne Stress genießen zu können“, sagte die dreimalige Olympiasiegerin. Auch für das Thema Mode begeistert sie sich schon lange. Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, eröffnete Höfl-Riesch eine weitere Option: Er könne sich die 29-Jährige „in nahezu jeder Verbandsposition“ vorstellen.

Die Biathleten müssen nach diesem Winter die Lücke von Andrea Henkel schließen. Ähnlich wie Höfl-Riesch im Slalom an diesem Freitag (13.45 Uhr/ARD) hat auch die 36-Jährige noch eine Chance in Sotschi. Henkel hofft nach drei Platzierungen jenseits der Top 15 an diesem Freitag (15.30 Uhr/ARD) auf ihre fünfte Olympia-Medaille im Staffelrennen. Danach will sie zu ihrem amerikanischen Freund Tim Burke nach Lake Placid ziehen und dort als Fitnesslehrerin arbeiten. Bei den Biathleten gibt es auch im Trainerteam einen Umbruch. Nach Chef-Bundestrainer Uwe Müssiggang kündigte auch Männer-Coach Fritz Fischer seinen Abschied an.

Im Langlauf-Team steht ebenfalls eine Zäsur bevor. Jens Filbrich, Axel Teichmann und Tobias Angerer konnten sich den Wunsch von einer Medaille als Staffel-Rentnergruppe nicht erfüllen. Angerer reiste zudem wegen einer Grippe schon vor dem 50-Kilometer-Massenstart am kommenden Sonntag ab.

Auch Eisschnellläuferin Jenny Wolf verpasste in Sotschi einen Abgang mit Medaille. „Ich werde mir neue Herausforderungen suchen“, erklärte die Olympia-Zweite von 2010. Parallel zur Sport-Karriere machte sie den Magister in Literatur, Soziologie und Linguistik und schloss ein Masterstudium in Betriebswirtschaft an. Nun will die 35-Jährige ein Buch scheiben: „Das Thema könnte der Sport sein, aber auf keinen Fall eine Biografie. Das ist sicher.“

Auch das älteste Mitglied des deutschen Olympia-Teams hört auf, nach der WM im April ist für Curler John Jahr Schluss. „Olympia mit 52? Ich bin ja nicht wie die Reiter, die ein Pferd haben, was sie trägt“, sagte der 48-Jährige.

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