Reiterin Aus Ganderkesee
Warum Sandra Auffarth bei der WM in den USA nur überraschen kann

Am Donnerstag beginnt für Sandra Auffarth aus Ganderkesee und die deutsche Equipe der Vielseitigkeitswettbewerb. In Laura Klaphake ist eine weitere Reiterin aus der Region in North Carolina dabei.

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Vor ihrer Premiere auf der ganzen großen Bühne: Sandra Auffarth und ihr Pferd Viamant du MatzBild:
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Tryon Es waren die Sandra-Auffarth-Festspiele, die da vor vier Jahren bei der WM in der französischen Normandie stattfanden. In Caen gewann die Vielseitigkeitsreiterin aus Ganderkesee seinerzeit sowohl im Einzel- als auch im Teamwettbewerb die Goldmedaille und kehrte als umjubelte Doppel-Weltmeisterin in ihren Heimatort im Kreis Oldenburg zurück. Bei der an diesem Dienstag beginnenden Reit-WM in Tryon (USA) ist Auffarth wieder am Start – jedoch unter ganz anderen Vorzeichen als noch 2014.

Denn die 31-Jährige sattelt im US-Bundesstaat North Carolina nicht mehr ihr langjähriges Paradepferd Opgun Louvo, mit dem sie zu den WM-Titeln und zum Mannschafts-Olympiasieg 2012 geritten war. Während der 16-jährige Fuchswallach nach einer langen und erfolgreichen Karriere kürzer treten darf, steht der Nachfolger vor seiner Premiere auf der großen Bühne.

Vorfreude und neues Pferd

Auf dem Rücken von Viamant du Matz trainiert Auffarth schon seit einigen Tagen in den USA, die Bedingungen seien „toll“ wie sie auf ihrer Facebook-Seite schrieb. Generell vermittelt Auffarth in ihren Einträgen ein Gefühl von entspannter Vorfreude auf das Großereignis. Kein Wunder, kann die Ganderkeseerin doch befreit von allzu großer Erwartungshaltung aufreiten, wenn der Vielseitigkeits-Wettbewerb an diesem Donnerstag mit der Dressur beginnt.

Auffarth und ihr neunjähriger Viamant du Matz waren erst kurzfristig in die deutsche WM-Equipe nachgerückt, weil sich die Stute von Vielseitigkeits-Star Michael Jung verletzte. Auch wenn „Mat“, wie Auffarth ihr Pferd nennt, im vergangenen halben Jahr eine rasante Entwicklung genommen hat und unter anderem beim CHIO in Aachen für Aufsehen sorgte, dürfte der Wallach noch nicht so weit sein, dass Auffarth in den USA um eine Medaille im Einzel mitreiten kann.

Mannschaftstitel ist das Ziel

Im Mannschaftswettbewerb allerdings ist es das erklärte Ziel der deutschen Equipe, erneut um den Titel mitzureiten – trotz des schmerzhaften Ausfalls von Jung. Bundestrainer Hans Melzer hat noch nicht entschieden, welche vier der fünf deutschen Paare er für die Teamwertung nominiert. Als gesetzt gelten lediglich Ingrid Klimke (Münster) mit Hale Bob und Julia Krajewski (Warendorf) mit Chipmunk.

Während die Entscheidung in der Vielseitigkeit erst am Sonntag fällt, geht es für die Dressurreiter schon ab diesen Donnerstag um die ersten Medaillen. Größte Hoffnung des deutschen Teams ist die sechsmalige Olympiasiegerin Isabell Werth. Kristina Bröring-Sprehe aus Dinklage musste ihren Start aufgrund einer Verletzung ihres Hengstes Desperados absagen.

Auch Klaphake hat Medaillenambitionen

Der Landkreis Vechta ist bei der WM in den USA aber dennoch vertreten: Die 24-jährige Laura Klaphake aus Steinfeld zählt zur deutschen Springreit-Equipe, für die es in der zweiten Woche ernst wird. „Unser Ziel ist ganz klar eine Medaille“, meinte Bundestrainer Otto Becker.

Nach dem Skandal um Alkoholexzesse und sexuelle Übergriffe im Springreiter-Nachwuchs will der deutsche Reitsport bei der WM nur zu gern wieder für positive Schlagzeilen sorgen. „Wir versuchen, das Thema von den Athleten fernzuhalten“, sagte Dennis Peiler von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung: „Dass darüber aber gesprochen wird, ist klar.“

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