Aachen (dpa) - Nach dem überraschenden Sieg beim CHIO haben die Jungen Wilden gefeiert. Mit zwei Debütantinnen gewann die Gastgeber-Equipe den traditionsreichen Nationenpreis der Springreiter in Aachen und zeigte, dass der Umbruch klappen kann.

"Sie hätten es nicht besser machen können", sagte Bundestrainer Otto Becker. Auch ein Routinier gehörte zum Team. Mit der Nominierung von Marcus Ehning lag Becker richtig. "Sie brauchen noch ein bisschen Halt", sagte der Coach zu dem jungen Trio, mit dem der 44 Jahre alte Ehning zum Sieg ritt. "Es war schon ein enormer Druck für die Neulinge", sagte Becker. Deutschland gewann vor Irland und den Niederlanden.

Vom Olympia-Team, das in Rio 2016 Bronze gewonnen hatte, steht dem Coach keiner mehr zur Verfügung. Doch der Neuanfang scheint jetzt zu klappen, nachdem die bisherige Saison schwach war. "Es ging ein bisschen holprig los mit den Nationenpreisen", sagte der Bundestrainer.

Überagend war in Aachen Laura Klaphake, die mit Catch me if you can zwei fehlerfreie Runden ablieferte. "Ein Traum ist wahr geworden", sagte die 24 Jahre alte Reiterin. "Das ist einfach unglaublich." Auch Debütantin Simone Blum schwärmte nach dem Sieg: "Ich kann das gar nicht glauben." Seinen zweiten Einsatz im deutschen CHIO-Team erlebte der 24-jährige Maurice Tebbel und wirkte gegen Klaphake und Blum fast schon routiniert. Nun dürfen sich die vier Sieger von Aachen Hoffnung auf einen Platz im WM-Team machen.

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