Leipzig (dpa) - Christian Ahlmann riss die Hand hoch und zeigte mit dem Zeigefinger nach oben. Der Seriensieger von Leipzig zelebrierte beim Höhepunkt des Weltcup-Turniers von Leipzig den Sieg - schon wieder.

Das ist unglaublich", kommentierte der Springreiter seinen erneuten Erfolg: "Ich kann es gar nicht fassen, dass es schon wieder geklappt hat.

Wie im Vorjahr gewann der 44-Jährige aus Marl die wichtigste Prüfung des Turniers, die zugleich die elfte von 13 Weltcup-Stationen ist. Für den Doppel-Europameister von 2013 war es sogar schon der insgesamt siebte Sieg im Großen Preis von Leipzig. "Damit war nicht zu rechnen, dass es schon wieder klappt", sagte der Gewinner.

Mit Caribis war Ahlmann im Stechen deutlich schneller als der Belgier Francois Mathy mit Uno und der Italiener Lorenzo de Luca mit Armitages Boy. Er übernahm damit auch die Führung im Weltcup-Ranking. "Die Form ist richtig gut", kommentierte Ahlmann, der Ende Dezember bereits die Weltcup-Station in Mechelen gewonnen hatte.

Zweitbester deutscher Reiter in Leipzig war Daniel Deußer. Vor 8.000 Zuschauern ritt der 37 Jahre alte Hesse mit Tobago auf Rang vier und ist wie Ahlmann bereits für das Finale im April in Göteborg qualifiziert. Marcus Ehning aus Borken kam mit Comme il faut auf Platz fünf.

11 der 15 deutschen Starter im Großen Preis scheiterten schon im Normalparcours, darunter auch Ludger Beerbaum mit Cool Feeling und der dreimalige Vielseitigkeits-Olympiasieger Michael Jung, der bei seinem Ausflug zu den Spezialisten mit Chelsea aufgab.

Den Sieg im zweitwichtigsten Springen des Turniers hatte sich am Tag zuvor Marco Kutscher nach einem ungewöhnlichen Zwei-Mann-Stechen gegen Ahlmann gesichert. Trotz eines Abwurfes gewann der Springreiter aus Bad Essen das Championat von Leipzig mit Charco und erhielt als Prämie ein Auto im Wert von rund 38.000 Euro. Der 43 Jahre alte Profi siegte, weil Ahlmann unfreiwillig half.

"Das war schon kurios", kommentierte Kutscher das Stechen, das Ahlmann als erster Starter total verpatzte. Der 44-Jährige aus Marl sammelte nach einer Verweigerung mit Take A Chance On Me insgesamt 17 Strafpunkte - ungewöhnlich viele für ein Stechen. "Und dann sprang meiner im Stechen auch nicht richtig", sagte Kutscher, der gleich am ersten Hindernis eine Abwurf hatte: "Danach war ich auch nicht mehr so locker." Er bekam sein Pferd aber unter Kontrolle und nutzte "Christians Steilvorlage".

Auch der dritte Platz ging an einen einheimischen Starter: Deußer verpasste nur wegen eines Zeitfehlers mit Jasmien das Stechen. Es war ein passendes Trio auf den vorderen drei Plätzen, denn Kutscher, Ahlmann und Deußer reisten nach dem Turnier in Leipzig zusammen in den Ski-Urlaub nach Ischgl. "Da wird sicher ein Teil des Preisgeldes einfließen", kündigte Kutscher an.

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