Oldenburg Bei einem Blick auf die Liste nickt Mario Stevens anerkennend. „Da sind etwa 15 Leute dabei, die schon mal eine Medaille bei großen Meisterschaften gewonnen haben“, stellt der Springreiter aus Molbergen (Landkreis Cloppenburg) fest. Jene Liste zeigt das international besetzte Teilnehmerfeld der Springreiter, die beim Agravis-Cup (von diesem Donnerstag bis Sonntag) in der großen EWE-Arena in Oldenburg aufsatteln. „Viel mehr“, sagt Stevens weiter, „kann man nicht erwarten. Das werden Prüfungen auf hohem internationalen Niveau.“

Bröring-Sprehe reitet beim Galaabend

Der Turnierveranstalter Dr. Kaspar Funke bestätigte am Dienstag, dass Mannschaftsolympiasiegerin Kristina Bröring-Sprehe (Dinklage) am Samstagabend bei der großen Gala des Agravis-Cups reiten wird. „Sie geht mit einem ihrer Nachwuchspferde ins Viereck. Klaus Balkenhol wird ihren Ritt am Mikrofon begleiten und etwas zur Arbeit in der Dressur erzählen“, sagte Funke. Der traditionell beliebte Galaabend beginnt am Samstag um 19.30 Uhr. Um 21 Uhr wird er durch eine Springprüfung der Klasse M für Nachwuchsreiter unterbrochen, ehe der zweite Teil der Gala ab 21.40 Uhr startet.

Und Stevens muss es wissen. Schließlich ist der 34-Jährige seit vielen Jahren Stammgast auf allen wichtigen Turnieren und hat als Athletensprecher besten Kontakt in der gesamten Reitszene. „Die Reiter kommen gern nach Oldenburg. Sie wissen, dass sie hier Bedingungen vom Feinsten vorfinden“, sagt Stevens.

Das spiegelt sich tatsächlich in der Teilnehmerliste wider. In Andreas Kreuzer, Christian Hess und Philipp Weishaupt hat das komplette Podium der diesjährigen deutschen Meisterschaft gemeldet. Denis Nielsen, deutscher Meister 2015, Kaya Lüthi, Siegerin des Großen Preises beim Oldenburger Landesturnier in Rastede 2016, oder Janne Friederike Meyer, Teamweltmeisterin 2010, sind ebenfalls dabei. Hinzu kommen starke Namen aus dem Ausland, vor allem die Niederländer um Titelverteidiger Gert-Jan Bruggink und Frank Schuttert, aktueller niederländischer Meister, gelten als Anwärter auf große Sprünge.

Stevens hebt indes hervor, dass es gleich an drei Tagen Weltranglistenspringen gibt. Am Freitag (ab 20.30 Uhr) und Samstag (15.15 Uhr) finden jeweils internationale S-Springprüfungen mit Stechen statt. Am Sonntag (14.30 Uhr) folgt wie eh und je als krönender Abschluss der Große Preis von Oldenburg, der erstmals mit 40 000 Euro dotiert ist.

Ohnehin wächst die Traditionsveranstaltung (früher Oldenburger Pferdetage) immer mehr. Etwa 500 Pferde erwartet Veranstalter Dr. Kaspar Funke insgesamt, mehr als 25 000 Besucher sollen an den vier Tagen in die Halle strömen. „Das ist schon ein Kraftakt“, sagt Funke. 33 Prüfungen mit einem Gesamtpreisgeld von 157 000 Euro sind angesetzt. Neben der Springreiterei wird auch in der Dressur mit dem Grand Prix (Freitag, 15.15 Uhr), der Grand Prix Kür (Samstag, 13.35 Uhr) und dem Grand Prix Special (Sonntag, 12.35 Uhr) hochklassiger Sport geboten.

Auch die Talente sollen natürlich erneut die Chance erhalten, sich zu präsentieren. Die Kür der Vereinsmannschaften, für die 15 Teams gemeldet haben, steigt bereits an diesem Donnerstag (ab 18.45 Uhr) und wurde als Schwerpunkt des ersten Abends angesetzt. „Damit hat sie deutlich an Bedeutung gewonnen“, betont Funke.

Die internationalen Reiter, die mit einem Nachwuchspferd an den Start gehen, dürften sich vor allem für das Finale des Championats der GVO Versicherung (Samstag, 18.30 Uhr) qualifizieren wollen, bei dem es um mehr als 10 000 Euro Preisgeld und einen Brillantenteller geht. Mit so einem Nachwuchspferd geht auch die Team-Olympiasiegerin von 2012 in der Vielseitigkeit, Sandra Auffarth aus Ganderkesee, an den Start – die großen Namen kommen eben gern nach Oldenburg.

Alles zum Agravis-Cup 2016 in Oldenburg lesen Sie in unserem Agravis-Cup-Spezial.

Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion

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