Aachen Als Helen Langehanenberg unter dem Jubel der 5000 Zuschauer aus dem Dressurstadion in Aachen ritt, stand der ohnehin erwartete Sieg der deutschen Dressur-Equipe im Nationenpreis des CHIO fest. Zu überlegen waren die Weltcupsiegerin auf dem Ausnahmepferd Damon Hill und ihre Teamkolleginnen Fabienne Lütkemeier mit D’Agostino, Anabel Balkenhol mit Dablino und Isabell Werth mit Don Johnson im Grand Prix am Donnerstag aufgetreten – auch wenn nicht alle ganz überzeugten.

Doch es reichte, um mit 232,150 Prozentpunkten vor Dänemark (223,043) und den USA (217,928) zum dritten Mal nacheinander den Team-Wettbewerb in Aachen zu gewinnen. Insgesamt war es der 34. Erfolg für eine deutsche Dressur-Equipe.

Die deutschen Springreiter verpassten indes den Sieg im Nationenpreis. Christian Ahlmann auf Codex One, Daniel Deußer auf Cornet d’Amour, Meredith Michaels-Beerbaum auf Bella Donna und Ludger Beerbaum auf Chiara mussten sich am späten Donnerstagabend nach zwei Umläufen mit Rang drei zufriedengeben.

Das Quartett hatte am Ende vor 45 000 Zuschauern insgesamt 21 Strafpunkte. Sieger wurden die Niederlande (14 Strafpunkte) vor Belgien (17).

Überraschend war der Erfolg des Dressur-Teams allerdings nicht. Denn die britischen Olympiasieger und die besten Reiter aus den Niederlanden fehlten. Sie schickten ihre zweite Garde in die Soers. Insofern taugte der Grand Prix nicht zu einer Standortbestimmung zwei Monate vor der EM im dänischen Herning (20. bis 25. August). Daher blieben neue Erkenntnisse für Bundestrainerin Monica Theodorescu so gut wie aus.

Am Sonntag will die 50-Jährige die vier Paare plus Ersatzduo bekanntgeben, die beim Championat reiten. Außer den vier Paaren im CHIO-Team zählt noch Kristina Sprehe (Dinklage) auf Desperados zum Kandidatenkreis.

Ihren Platz sicher im EM-Team hat die deutsche Meisterin Helen Langehanenberg aus Havixbeck mit ihrem 13-jährigen Hengst Damon Hill. Sie ist eine Titelkandidatin und bewies das mit 81,128 Prozentpunkten. „Ich will das erst einmal genießen und dann kommt der kritische Blick“, meinte die 31-Jährige.

Dass ihre gute Freundin Anabel Balkenhol aus Rosendahl auf Dablino so glänzte, war indes eine kleine Überraschung. „Im Training hat sie das schon gezeigt. Jetzt hat sie das auch mal in der Prüfung gemacht“, lobte die Bundestrainerin. Mit 77,043 Prozentpunkten waren Balkenhol und ihr 13-jähriger Wallach zweitbestes Paar in der Einzelwertung. Etwas enttäuschend verliefen die Auftritte der fünfmaligen Olympiasiegerin Isabell Werth (73,979) und der 23-jährigen Team-Debütantin Fabienne Lütkemeier (71,830).

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