Oldenburger Landesturnier
Wenn Kindheitsträume in Erfüllung gehen

Dressurreiterin Ann-Sophie Lückert von der TG Bad Zwischenahn erhält am Sonntag das Goldene Reitabzeichen. Selbst starten wird die 19-Jährige in Rastede nicht. Sie will ihrem Westfalen Fairmont Zeit für die Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft geben.

Bild: Thomas Molitor
Gutes Team: Ann-Sophie Lückert und FairmontBild: Thomas Molitor
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Rastede Für Ann-Sophie Lückert geht an diesem Sonntag ein Kindheitstraum in Erfüllung. Der Dressurreiterin der TG Bad Zwischenahn wird im Anschluss an die kleine Tour des Grand Prix auf dem Oldenburger Landesturnier das Goldene Reitabzeichen überreicht. Anfang Mai gewann sie in Meppen auf dem Rücken von Fairmont mit 71,7 Prozent ihre zehnte Prüfung in der schweren Klasse. „Da sind schon jede Menge Tränen geflossen. Das war für mich ein wahrer Kindheitstraum“, sagt die mittlerweile wieder lachende Lückert.

Für die 19-jährige Ammerländerin war es wichtig, die Auszeichnung in Rastede entgegenzunehmen. „Das ist schon ein persönliches Highlight für mich. Ich bin einfach überwältigt, dass ich diese Resultate mit meinem eigenen Pferd erreichen konnte. Jetzt das Goldene Reitabzeichen in der Heimat überreicht zu bekommen, ist eine tolle Sache“, sagt Lückert und fügt hinzu: „Das ist unser gemeinsames Abzeichen – für mich und Fairmont.“

Auf dem Rücken ihres Westfalen wird Lückert in diesem Jahr aber nicht in Rastede starten. Lediglich die Ehrenrunde wird sie mit ihrem Partner bei der Abzeichenverleihung bestreiten. „Fairmont ist immer noch angeschlagen und seine Gesundheit geht einfach vor“, betont die Dressurreiterin.

Ihr Westfale hatte sich Mitte Juni bei der zweiten Sichtung zur Nachwuchs-Europameisterschaft unwohl gefühlt. Das Duo verpasste den Sprung in den deutschen Dressurkader der Jungen Reiter nur knapp und belegte den ersten Nachrückerplatz. Aufgrund der Verletzung von Fairmont verzichtete Lückert aber auf die letzte Chance, doch noch an der EM teilnehmen zu können.

Fairmont sei aber derzeit bereits wieder auf einem guten Weg. Das Duo plant, Anfang September gemeinsam bei den Deutschen Meisterschaften in München in der Altersklasse der Jungen Reiter an den Start zu gehen. „Ich will ihm genügend Zeit geben, damit wir uns gemeinsam noch gut auf die DM vorbereiten können“, sagt Lückert.

Und so lange ihr Westfale sich noch im Aufbautraining befindet, genießt die Starterin der TG Bad Zwischenahn die Zeit in Rastede als Zuschauerin. „Es macht einfach immer unheimlich viel Spaß hier. Es ist ein Riesenturnier in der Heimat, auf das ich mich jedes Jahr wieder freue. Es bietet einfach tollen Sport und eine schöne Kulisse“, ist Lückert begeistert.

Mit Rastede verbindet sie schon vor ihrem ersten Start im Jahr 2013 noch in der Ponyklasse tolle Erinnerungen. „Als Kind die großen Springreiter in Aktion zu sehen, war schon überwältigend“, erinnert sich die Ammerländerin zurück. Mittlerweile habe sie selbst auch schon einige internationale Turniere bestritten. „Das härtet ein bisschen ab. Man ist nicht mehr so aufgeregt, wenn man großen Namen gegenübersteht“, sagt Lückert mit einem Lachen. Und wer weiß: Vielleicht gehört die Bad Zwischenahnerin bald auch schon zu den großen Namen, wenn sie in Rastede aufsattelt.

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