Wiesbaden Das traditionsreiche Pfingstreitturnier in Wiesbaden stand dieses Jahr unter keinem guten Stern: Der Tod des deutschen Gold-Pferdes King Artus überschattete die Veranstaltung. Die Dressur-Wettbewerbe am Schlusstag mussten wegen schwerer Regenfälle in der Nacht abgesagt werden.

Auch zum Turnierabschluss am Montag war der tragische Tod des Olympia-Pferdes noch ein Thema. Der 17-jährige Wallach des Mannschafts-Olympiasiegers der Vielseitigkeit, Dirk Schrade (Sprockhövel), war am Sonnabend kurz hinter dem Zieleinlauf der Geländeprüfung tot zusammengebrochen – wahrscheinlich wegen eines Aortarisses. Die Sofortmaßnahmen des Tierarztes konnten den Holsteiner Wallach nicht mehr retten.

Schrade reiste direkt ab. Das Tier wurde in die Veterinärklinik nach Gießen gebracht. Dort soll eine Obduktion die genaue Todesursache klären. „Bis die Ergebnisse vorliegen, wird es aber dauern“, sagte der Tierarzt des internationalen Reitverbandes FEI, Gerit Matthesen.

Nach dem tragischen Unglück setzte am Sonntagnachmittag Dauerregen ein, der die Veranstalter vor die nächsten Herausforderungen stellte. Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hatte, wurde der mit 40 000 Euro dotierte Grand Prix Special in der Dressur wegen des rutschigen Sandbodens abgesagt.

„Eine gute Entscheidung“, meinte Isabell Werth (Rheinberg), die mit ihrem Pferd Der Stern die Kür sowie mit Don Johnson den Grand Prix gewonnen hatte. Am Ende gab es trotzdem noch einen strahlenden Sieger: Der irische Springreiter Cameron Hanley gewann am Pfingstmontag im Biebricher Schlosspark zum ersten Mal den Großen Preis des Turniers und kassierte ein Preisgeld von 25  000 Euro. Zweiter wurde Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) mit Embassy.

Die dritte Station der Global Champions Tour und mit 285  000 Euro höchstdotierte Prüfung hatte am Sonnabend die US-Amerikanerin Laura Kraut gewonnen. Damit setzte sie sich an die Spitze der Gesamtwertung. Platz zwei ging an die Australierin Edwina Tops-Alexander mit Cevo Itot du Chateau. Bester Deutscher war Dreher auf Rang drei mit Magnus Romeo. Er ist nun in der Gesamtwertung mit Rang fünf der zweitbeste Deutsche hinter dem viertplatzierten Christian Ahlmann (Marl).

Beim Großen Preis des Reitturniers im französischen La Baule hat Springreiterin Katrin Eckermann aus Münster mit Carlson als beste Deutsche Platz sechs belegt.

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