Oldenburg Mit viel Gefühl und einer gesunden Portion Ehrgeiz hat sich die Südafrikanerin Alexa Stais beim Agravis-Cup in Oldenburg vom 29. Oktober bis 1. November den Erfolg im Preis der Nordwest-Zeitung gesichert. Die 24-Jährige, die seit vielen Jahren in Deutschland lebt und als Chefbereiterin von Hilmar Meyer in Morsum (Kreis Verden) arbeitet, legte mit ihrem siebenjährigen holsteinischen Wallach Cougar vor den nicht einmal 50 Besuchern in der großen EWE-Arena einen souveränen fehlerfreien Ritt (55.46 Sekunden) hin.

Stais verwies in der Springprüfung der Youngster-Tour damit die Zweitplatzierte Karin Martinsen (Wohlde) und Tailormade Cabluevara (0 Fehler/58.04 Sek.) deutlich auf den zweiten Rang. Bester deutscher Teilnehmer im 22-köpfigen Starterfeld wurde der frühere deutsche Meister Denis Nielsen vom Gestüt Sprehe, der auf der siebenjährigen niederländischen Stute Idalie (0/59.72 Sek.) Dritter wurde.

Der Agravis-Cup 2020 findet unter strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen statt. So verloren sich am Freitag gerade einmal eine Handvoll Zuschauer auf den Tribünen der Arena. Überhaupt waren die neuen Regeln auf Schritt und Tritt erkennbar. Statt mitten durch die Austellermesse, wie in den Vorjahren, führt der Weg die Reiter und Pferde nun am Rand der Weser-Ems-Halle in die Arena. Sowohl dieser Weg, als auch die Gänge der Ausstellung, deren Umfang drastisch reduziert wurde, sind dem Hygienekonzept entsprechend sehr breit, so dass Besucher die Abstandsregeln einhalten können.

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Das Bemühen aller am Turnier Beteiligten um das Einhalten der Abstandsregeln und das Tragen des Mund-Nase-Schutzes – in den Hallen ohnehin, aber auch draußen auf dem Gelände – prägten das öffentliche Erscheinungsbild. Was dem Oldenburger Traditionsturnier ein eigenwilliges Ambiente verschaffte und die Folgen der Coronapandemie immer und überall ins Bewusstsein rückte.

Den Erfolg in der ersten Prüfung des Tages, ein internationales S-Springen der mittleren Tour, hatte sich am frühen Morgen der in Baden-Württemberg lebende Bulgare Rossen Raitchev auf der 14-jährigen Stute Cascaya gesichert. Das Paar bewältigte den Parcours mit einer Nullrunde in 52.96 Sekunden. Bei diesem Tempo musste selbst der ansonsten stets schnelle Lokalmatador Mario Stevens (Molbergen) passen, der auf Baloubet (0/53.96) auf den vierten Rang kam.

Für Victoria Klatte aus Lastrup erfolgte der Turniereinstieg ebenfalls vielversprechend. Die deutsche Vizemeisterin der Amateure sicherte sich mit ihrem Paradepferd Twilight unter 77 Startern den 16. Platz in dieser Eingangsprüfung. Die Uhr stoppte für das Paar nach 59.68 Sekunden. Auch Victoria Klatte blieb fehlerfrei – wie übrigens 19 andere Paare auch.

Der Auftakt des diesjährigen Agravis-Cups zuvor am Donnerstagabend hatte ein erstes sportliches Highlight gebracht. Bei der Intermediaire II, der ersten Dressurprüfung des Louisdor-Preises, holte sich mit 71,62 Prozent ein dänisches Doppel den Sieg in dieser ersten Prüfung. Daniel Bachmann-Andersen führte den achtjährigen Marshall-Bell auf Platz eins. „Ich hoffe, dass wir uns hier für das Finale in Frankfurt qualifizieren”, sagte der Dressurreiter, für den der Wallach das derzeit beste Pferd im Stall ist.

Die entscheidende Prüfung in diesem Wettbewerb findet am Samstag in der großen Arena statt. Die zwei Bestplatzierten qualifizieren für das Turnier im Dezember in Frankfurt. Oldenburgs ist die sechste und letzte Chance, sich für das Finale des Louisdor-Preises für acht bis zehn Jahre alte Dressurpferde zu qualifizieren.

Der Rock-Forever-Nachkomme Riccio mit Martin Pfeiffer (Voerde) wurde mit 70,18 Prozent Zweiter hinter dem dänischen Doppel vor Katharina Hemmer, Schülerin von Reitmeister Hubertus Schmidt (Borchen), mit der Hannoveraner Sandro-Hit-Tochter Signorina (70,15 Prozent). Aufmerksame Beobachterin war Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu am Rande, deren Konzentration vor allem den deutschen Reitern galt.

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Otto-Ulrich Bals Autor
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