Agravis-Cup
Aufsteigerin Claricia Brinkop längst im Kreis der Favoriten

Brinkop gewann den Großen Preis 2016 völlig überraschend. Sie bekommt hochklassige Konkurrenz im Parcours.

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Erfolgreiches Duo, das auch in Oldenburg Mitfavorit ist: Kendra Claricia Brinkop winkt auf A la Carte nach ihrem Erfolg in Münster in diesem Jahr ins Publikum.Bild:
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Oldenburg Die große Überraschung des Agravis-Cups im vergangenen Jahr war Kendra Claricia Brinkop. Im Alter von gerade einmal 22 Jahren gewann sie den Großen Preis von Oldenburg. Gesattelt hatte sie ihr Ausnahmepferd A la Carte. Das Ziel der beiden für 2017? „Ich möchte natürlich versuchen, meinen Titel zu verteidigen“, sagt die junge Reiterin.

Karriere einer Amazone

Brinkop sitzt seit Kindertagen im Sattel, schließlich wurde sie in eine Pferdezüchterfamilie hineingeboren. Im elterlichen Betrieb ritt sie nach der Schule als Auktionsreiterin beim Holsteiner Zuchtverband. Anfang 2014 erhielt Brinkop für ihre Erfolge in der schweren Klasse das goldene Reitabzeichen – mit gerade einmal 19 Jahren.

Mittlerweile hat die junge Frau ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei der FN abgeschlossen und ist seit August 2017 als Bereiterin im Stall von Marcus Ehning. „Die Chancen und Trainingsmöglichkeiten, die ich dadurch habe, sind optimal“, sagt Brinkop. Beste Voraussetzungen also, um den Traum von der Titelverteidigung wahr zu machen.

Dass sich das Training bei Mannschafts-Olympiasieger Ehning auszahlt, bewies die Amazone, als sie in diesem Jahr das Hauptspringen beim Turnier der Sieger in Münster gewann. Auch den Großen Preis von Samorin konnte sie mit einem Sekunden-Vorsprung für sich gewinnen.

Brinkop wurde 2015 in die Perspektivgruppe Springen berufen – eine Talentschmiede des Deutschen Olympiade-Komitees, wie Namen wie Sandra Auffarth (Ganderkesee) und Kristina Bröring-Sprehe (Dinklage) beweisen.

Brinkop präsentiert sich in Oldenburg erneut mit ihrem Spitzenpferd A la Carte. Der westfälische Hengst ist neun Jahre alt und stammt von Abke x Lux ab.

Die Konkurrenz von Brinkop ist wirklich stark in Oldenburg: Durch die Aufwertung des Traditionsturniers zum Drei-Sterne-Event kommt in diesem Jahr das vielleicht stärkste Teilnehmerfeld zusammen. „Diese Aufwertung ist natürlich ein Thema unter uns Reitern. Es gibt hier richtig viele Weltranglistenpunkte zu sammeln“, sagt Philipp Rüping.

Der seit 2013 für den Sportstall von Paul Schockemühle (Mühlen) reitende 33-Jährige erwartet hochklassige Wettbewerbe, auch schon in den beiden anderen beiden großen Springen um den Preis der Oldenburger Wirtschaft (Freitag ab 20.50 Uhr) und den Preis der Agravis und regionalen Raiffeisen-Genossenschaften (Samstag ab 14.30 Uhr, von 15.30 an live im TV auf Sport 1 zu sehen). Der Große Preis von Oldenburg ist dann der Höhepunkte des Turniers. Er wird an diesem Sonntag entschieden (ab 14.40 Uhr).

Starkes Teilnehmerfeld

Berühmte Namen wie Meredith Michaels-Beerbaum, Markus Beerbaum, Philipp Weishaupt, Gerrit Nieberg, Sandra Auffarth, Janne-Friederike Meyer-Zimmermann und Mario Stevens sind nur eine Auswahl des sehr guten Starterfeldes. Wie gewohnt reisen auch die Niederländer wieder mit ihren besten Springreitern an. „Es gibt sicher eine ganze Reihe an Favoriten. Kendra zähle ich auch wieder dazu, sie hat einen großen Schritt nach vorn gemacht“, sagt Rüping.

Brinkop selbst will sich jedenfalls von den vielen großen Namen in Oldenburg nicht einschüchtern lassen: „Dann müsste ich ja jedes Wochenende auf den Turnieren Respekt haben“, sagt sie – und hat das Wissen im Hinterkopf, dass ihr schon im vergangenen Jahr der große Coup in Oldenburg gelungen ist.

Mehr Informationen zum Agravis-Cup finden Sie in unserem Online-Spezial.

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