BERLIN /AACHEN Der britische Springreiter Michael Whitaker ist nach einer positiven Dopingprobe suspendiert worden. Zwei Tage nach der vorläufigen Sperre der deutschen Dressurreiterin Isabell Werth vermeldete Reitweltverband FEI am Freitag in dem dreimaligen Team-Europameister den nächsten prominenten Fall.

Bei Whitakers Pferd „Tackeray“ ist die Substanz Altrenogest gefunden worden. Die Probe war beim Turnier im französischen La Baule im Mai genommen worden und wird als Doping eingestuft. Der 49-Jährige aus Nottingham hat die Öffnung der B-Probe beantragt.

Ein weiterer Fall droht durch den in Pfungstadt lebenden Iren Cameron Hanley, in dessen Jacke bei den deutschen Meisterschaften in Balve eine benutzte Spritze gefunden wurde. Die danach bei seinen Pferden genommenen Proben werden noch untersucht. Bei den nationalen Titelkämpfen gab es auch internationale Springen, an denen der 36-jährige Ire teilgenommen hatte.

Derweil muss sich Werth neuer Vorwürfe erwehren. Angeblich soll ihr Wallach Whisper wegen einer Nervenerkrankung sportuntauglich gewesen sein und hätte im Wettkampf nicht eingesetzt werden dürfen. „Isabell Werth sagt, dass er fit genug sei. Andere Tierärzte waren der Auffassung, dass es nicht so sei“, sagte Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN. Sollte das Pferd tatsächlich als sportuntauglich eingestuft werden, droht aber zunächst keine härtere Bestrafung.

Am Mittwoch hatte Werth zugegeben, dass ihr Wallach mit der verbotenen Substanz Fluphenazin behandelt worden war, weil er an der Zitterkrankheit leide. Beim Turnier in Wiesbaden im Mai wurde das Pferd positiv getestet. Ihren Platz beim CHIO in Aachen nimmt Ellen Schulten-Baumer ein. Bei dem Turnier wird diesen Sonntag (14.55 Uhr) der Nationenpreis der Voltigierer ausgetragen.

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