Rastede Kira Wulferding atmet erst einmal tief durch. Die sieben Minuten im Dressurviereck sind wie im Nu verflogen. Die Richter Alwin Dietrich, Norbert Giesecke und Hermann Steffens verteilen ihre Noten: Insgesamt erhält Wulferding (RFV Holzhausen) mit Soiree d’Amour OLD am Sonnabend 897.50 Punkte beim Championat für junge Dressurpferde. Damit ist ihr der Sieg in der Dressurprüfung Klasse S*, Aufgabe S3, sicher. Auf Platz zwei folgt ihr Tanja Fischer mit Celebration WE (879.00 Punkte). Platz drei geht an Christian Flamm mit Science Fiction 2 (869.00 Punkte) vor Heiko Klausing mit Justify AS (865.50 Punkte).

Der Tag läuft gut für die Lokalmatadorin aus Wildeshausen: Am Sonnabendvormittag hatte sie bereits in der Dressur Klasse S* mit Benaglio gewonnen und nun das Championat für junge Dressurpferde. „Es ist ein tolles Gefühl mit einem so jungen Pferd zu gewinnen“, so Wulferding über die siebenjährige Stute.

Die sichere Beherrschung der drei Grundgangarten sieht die erfolgreiche Reiterin dabei unter anderem als wichtige Eigenschaft für einen solchen Wettkampf für junge Dressurpferde. „Es muss schon Potenzial da sein, mit dem man arbeiten kann“ sagt sie. „Mit Soiree d´Amour arbeite ich zusammen, seitdem sie dreijährig ist“, sagt Wulferding.

Damit die Zusammenarbeit zwischen Pferd und Reiter so erfolgreich funktioniert, sei jedoch noch einiges mehr zu beachten, sagt sie. Für eine erste gute Präsentation auf einem Turnier sei Vertrauen ein zentraler Punkt. „Für ein junges Pferd gibt es auf einem so großen Turnier wie hier in Rastede jede Menge neue, unbekannte Dinge“, erklärt Wulferding. Aufregung und Nervosität seien bei einer neuen Geräusch- und Reitkulisse ganz normal. Wichtig sei es dann, als Reiter besonders Ruhe auszustrahlen, dem Tier das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. „Für weitere Erfolge ist es umso wichtiger, dass sich die Tiere an die Turnierbedingungen gewöhnen“, sagt Wulferding.

Vom Rand des Dressurplatzes hat Christine Carstens das Championat verfolgt. Sie ist Richterin beim 68. Landesturnier. „Das Niveau der jungen Dressurpferde hier in Rastede ist sehr hoch und entspricht den hohen qualitativen Ansprüchen“, sagt sie. Auch wenn nur sieben Jungpferde an dieser Dressurprüfung teilgenommen haben, hätten sie eine hohe Lektionssicherheit bewiesen.

„Rastede ist einer der Turnierhöhepunkte, daher ist es nachvollziehbar, dass es teilweise nur wenige Teilnehmer gibt. Denn diese müssen bereits in den Vorbereitungen bewiesen haben, dass sie erfolgreich sind. Dass die Pferde schon weit gekommen sind, hat dieses Championat gezeigt“, sagt Wulferding.

Sophie Schwarz
Volontärin
NWZ-Redaktion

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