Luhmühlen Michael Jung muss nicht lange nachdenken. „Das hat sich ziemlich schnell herausgestellt“, sagt er auf die Frage, wann er sich auf Chipmunk als Pferd für die Vielseitigkeits-EM ab diesem Donnerstag in Luhmühlen festgelegt habe. „Es ist ein Super-Pferd. Es hat nur daran gelegen, ob wir schnell einen Draht zueinander finden.“

Das hat wohl geklappt. Im Februar war bekannt geworden, dass Jung den elfjährigen Wallach von seiner Teamkollegin Julia Krajewski übernehmen würde. Zweifel begleiteten das Paar. Doch das Duo überzeugte spätestens Ende Juli beim Chio in Aachen, landete dort auf Rang zwei, obwohl Chipmunk auf der Strecke ein Eisen verloren hatte.

„Eigentlich habe ich recht schnell gemerkt, dass es zwischen uns sehr harmonisch ist und er mir vertraut“, berichtet Jung. Nicht um jeden Preis wollte der zweimalige Weltmeister den Wallach bei der EM satteln. „Das ganz große Ziel ist nächstes Jahr“, sagt der Schwabe mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio.

Nun will der 37-Jährige bei der Heim-EM im olympischen Dreikampf Dressur, Gelände, Springen nachlegen und seinen vierten Einzeltitel holen. Jung gehört zur deutschen Equipe, die in der Lüneburger Heide auch den Mannschaftstitel anstrebt. Zu seinen Mitstreitern zählen Europameisterin Ingrid Klimke (Münster) mit Hale Bob, Andreas Dibowski (Egestorf) mit Corrida und wohl auch Kai Rüder (Fehmarn) mit Colani Sunrise. Das Paar ersetzt Andreas Ostholt (Warendorf), der wegen einer Verletzung seiner Stute Corvette passen muss.

„Wir müssen die Mannschaft erst nach der Verfassungsprüfung am Mittwoch benennen“, sagt Bundestrainer Hans Melzer. Der Veterinär-Check gilt bei den Buschreitern immer schon als erstes Highlight eines Championats.

Dabei ist dann auch Sandra Auffarth. Die Ganderkeseerin sattelt Viamant du Matz, gehört nach dem Karriereende von Erfolgspferd Opgun Luovo („Wolle“) mit dem zehnjährigen Wallach allerdings nicht zur deutschen Equipe, die um die Medaillen kämpft. In den vergangenen Tagen bereitete sie sich dennoch mit den insgesamt zwölf deutschen EM-Startern in Warendorf vor. „Ein super Lehrgang liegt hinter uns. Wir können es gar nicht erwarten, dass es endlich losgeht“, teilte die frühere Doppel-Weltmeisterin in den sozialen Netzwerken mit.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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