Rastede Das Oldenburger Landesturnier bricht mal wieder seine eigenen Rekorde: Bei der 67. Auflage der Traditionsveranstaltung der Oldenburger Reiterei und Pferdezucht im Rasteder Schlosspark sind vom kommenden Dienstag, 21. Juli, bis Sonntag, 26. Juli so viele Reiter und Pferde wie nie zuvor am Start. Rund 1000 Sportler haben 4000 Startplätze und damit 600 mehr als noch im vergangenen Jahr reserviert. Circa 2500 Pferde werden an den sechs Turniertagen in Rastede zu sehen sein . „Das haben wir noch nie gehabt. Wir werden jeden Tag zehn bis 13 Stunden feinsten Reitsport sehen können“, sagt Michael George, Vorsitzender des Oldenburger Reiterverbandes.

„Wir wollen unsere Erfolge nicht einfach kopieren, sondern haben uns auch in diesem Jahr wieder neu ausgerichtet“, betont indes Turnierleiter Jan-Christoph Egerer. Zu dieser Neuausrichtung gehört auch, dass im Springreiten die Große Tour zurückkehrt. Ihr Finale wird in diesem Jahr nicht mehr sonntags, sondern bereits am Sonnabend ausgetragen.

Große Tour startet am Mittwoch

Mittwoch, 22. Juli 18.20 Uhr: Springprüfung Klasse S*, Qualifikation Große Tour Donnerstag, 23. Juli 19.15 Uhr: Springprüfung Klasse S** mit Stechen, Große Tour

Freitag, 24. Juli 19 Uhr: Springprüfung Klasse S** mit Siegerrunde, Große Tour Sonnabend, 25. Juli 18.15 Uhr, Großer Preis, Springprüfung Klasse S*** mit Stechen

Statt des Springens rücken am Abschlusstag die ländliche Reiterei und insbesondere die Oldenburger Meister in den Mittelpunkt. Durch eine veränderte Ausschreibung finden alle Finalprüfungen erst am Sonntag statt. „Das ist ein klares Zeichen, dass wir auf den Nachwuchs setzen“, sagt Egerer, der diesen Wandel als „mutig und vorausschauend“ bezeichnet.

Trotz aller Talentförderung darf natürlich auch der Spitzensport nicht fehlen. In Vielseitigkeits-Olympiasiegerin und -Doppelweltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) sowie Springgrößen wie Markus Beerbaum (Thedinghausen), Mario Stevens (Molbergen), Jan Wernke (Holdorf) oder der amtierende Weser-Ems-Meister Hartwig Rohde (Lastrup) haben bekannte Namen gemeldet. In der Dressur will Vorjahressiegerin Bernadette Brune (Bad Zwischenahn) ihren Titel verteidigen. Mannschafts-Weltmeisterin Kristine Bröring-Sprehe (Dinklage) verzichtet hingegen drei Wochen vor der EM in Aachen auf einen Start.

Neben der Dressur, Springen und Vielseitigkeit runden die Fahrer das Programm ab. Erstmalig gibt es hier ein Einspänner-Championat der Klasse S, eine dreiteilige Prüfung der schwersten Kategorie für Kutschen. Hinzu kommen die Zweispänner sowie Pony-Zweispänner und der „Publikumsmagnet Vierspänner“, wie Organisator Torsten Schmidt ihn bezeichnet. „Es sind dieses Mal 73 Gespanne dabei, das ist eine unglaublich große logistische Herausforderung“, so Schmidt.

Beeindruckend ist in diesem Jahr auch wieder die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Über 200 Helfer sollen an den sechs Turniertagen den reibungslosen Ablauf der Traditionsveranstaltung, zu der im Rasteder Schlosspark bis zu 35 000 Zuschauer erwartet werden, gewährleisten. „Der Gesamtetat liegt bei etwas mehr als 700 000 Euro“, gibt der 2. Vorsitzende des Renn- und Reitvereins Rastede, Björn Finkeisen, preis.


     www.oldenburger-landesturnier.de 
Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
Otto-Ulrich Bals Autor
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