Kontiolahti Unter dem endlich einmal strahlend blauen Himmel von Kontiolathi zeigte Franziska Preuß ihre hübsch lackierten Fingernägel. Doch für die Damen-Staffel bei der Weltmeisterschaft am Freitag (17.15 Uhr/ARD und Eurosport) wird die junge Biathletin ihr Nageldesign noch einmal ändern: „Dann wird der Schwarz-Rot-Gold-Lack aufgelegt.“

Neben der gerade 21 Jahre altgewordenen Franziska Preuß laufen noch Franziska Hildebrand (27), Vanessa Hinz (22) und Laura Dahlmeier (21) über die 4x6 Kilometer für Deutschland. „Wir haben gute Schützinnen. Wir sind läuferisch kompakt und vorne mit dabei. Und haben eine exzellente Dame hinten drauf“, findet Thomas Pfüller, der Generalsekretär des Deutschen Skiverbandes (DSV). „Da sollte man um Medaillen mitkämpfen.“

Auch Damen-Trainer Tobias Reiter, der die meisten der Mädels seit dem C-Kader unter seinen Fittichen hat, glaubt: „Wir sind so aufgestellt, dass wir um das Podest mitlaufen können.“ Nach zwei Staffel-Siegen in diesem Winter ist das keine allzu verwegene Ansage. Als große Konkurrenten gelten die Tschechinnen, Russland, Italien, Olympiasieger Ukraine und Titelverteidiger Norwegen.

„Im Biathlon ist nie was sicher. Nur das ist sicher“, warnt Preuß. Bei Olympia in Sotschi hat die Skijägerin vom SC Haag als Startläuferin mit einer Pech- und Pannenserie all das erlebt, was es an Negativem zu erleben gibt. „Das habe ich abgehakt. Deswegen mag ich gar nicht mehr drüber reden.“

Den Nagellack in den Nationalfarben gab es übrigens von ihren Teamkolleginnen zum 21. Geburtstag. Neben Kuchen, Blumen, jeder Menge Süßigkeiten und weiteren Geschenken. Das zeigt einmal mehr, dass das Klima im deutschen Frauen-Team so gut ist, wie schon lange nicht mehr. „Wir haben eine Superstimmung“, findet Vanessa Hinz.

„Es ist sicherlich gut, dass wir ein junges Team sind. Jede gönnt der anderen den Erfolg genauso wie sich selbst. Es passt einfach“, beschreibt Preuß die Gegebenheiten. Beim Weltcup in Ruhpolding hatte sie als Zweite im Massenstart den ersten deutschen Podestplatz in einem Einzel-Wettbewerb für das neu formierte Team geholt. Mit dem Verfolgungssilber von Laura Dahlmeier in Kontiolahti hat der Höhenflug der Damen seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Kurz vor dem Ende der WM wundern sich die Skijägerinnen noch immer über ihre starke Saison. „Wir haben eine Mannschaft, die ist noch lange nicht auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung. Die steht erst am Anfang“, glaubt Pfüller. Der scheidende Generalsekretär findet: „Davon können wir profitieren, bis 2018 bis 2022.“

Doch jetzt soll erst einmal das neunte Staffel-Gold her. Es wäre der erste WM-Titel seit 2012 - in Ruhpolding waren für Deutschland noch Magdalena Neuner und Andrea Henkel dabei.

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